Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zieht seine Spitzenkandidatur für die Berlin-Wahl zurück. Das sagte Wegner am Freitag vor Journalisten in der Hauptstadt. Demnach will er aber vorerst sein Amt behalten. Wegner stand wegen seines Kommunikationsverhaltens am ersten Tag des Stromausfalls schon länger unter Druck. Nachdem er noch im Januar angegeben hatte, um 8.08 Uhr begonnen zu haben, Telefonate zum Umgang mit der Notlage zu führen, musste er diese Aussage später einschränken und räumte „kommunikative Fehler“ ein.Nachdem der „Tagesspiegel“ am Dienstag gerichtlich Auskunft zu Wegners Telefonverhalten erzwungen hatte, war bekannt geworden, dass Wegner am ersten Tag des Stromausfalls keine Diensttelefonate vor 12.45 Uhr geführt hatte. Der Regierende Bürgermeister war daraufhin zunehmend unter Druck geraten. Der Vorsitzende der Jungen Union (JU) in Berlin, Harald Burkart, forderte Wegners sofortigen Rückzug als Spitzenkandidat, zudem kursierte seit Donnerstag in der Berliner CDU ein Brief von fünf Mitgliedern, die ihn zum Rückzug seiner Spitzenkandidatur auffordern. Die Wahl zum Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt.Mutmaßliche Linksradikale hatten am 3. Januar einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke verübt, in dessen Folge im Südwesten Berlins bis zu 100.000 Menschen ohne Strom auskommen mussten, teilweise tagelang.Mehr dazu in Kürze auf FAZ.NET.
Kai Wegner zieht Kandidatur zurück
Wegen seines Krisenmanagements nach dem Stromanschlag in Berlin stand der Regierende Bürgermeister unter Druck. Zuletzt wurde die Kritik auch innerhalb der CDU lauter.










