Am Donnerstag wurde es ernst: 186,2 Kilometer von Pau hinauf nach Gavarnie-Gèdre, über den Col d'Aspin und den berüchtigten Col du Tourmalet – die erste Hochgebirgsetappe dieser Tour. Für Max Kanter vom Team XDS Astana hieß das: durchkommen. Der gebürtige Cottbuser übersteht den Tag als 146. im großen Gruppetto, jener Gruppe der Sprinter und Nicht-Kletterer, die sich gemeinsam über die Berge rettet. Mit 42:08 Minuten Rückstand rollte er ins Ziel – heil, kontrolliert und rund neun Minuten vor dem Zeitlimit.Für einen Sprinter ist ein Tag wie dieser reine Überlebensarbeit. „Der Tourmalet ist ein Monster. Für uns Schnelle geht es da nur darum, clever zu rollen und keine Körner zu verschenken“, sagt Kanter der OAZ. Die Devise lautet: nicht überziehen und gemeinsam das Zeitlimit sicher erreichen. Dass er dabei Kräfte spart, zahlt sich aus. Obwohl am Berg für ihn nichts zu holen ist, verbessert sich Kanter in der Punktewertung von Rang drei auf Rang zwei. Mit 93 Punkten liegt er hinter Mads Pedersen (168), aber vor Biniam Girmay (91) und Jasper Philipsen (86).
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