Am Freitag stand die siebte Etappe der Tour de France an: 175,1 flache Kilometer von Hagetmau nach Bordeaux. Max Kanter vom Team XDS Astana wird Vierter und ist damit bester Deutscher. Den Sieg holt sich nach 3:44:20 Stunden der Belgier Tim Merlier (Soudal Quick-Step) vor Søren Wærenskjold und Biniam Girmay. Für Kanter ist es das nach seinem zweiten Platz in Pau zwei Tage zuvor trotz schwieriger Anfahrt eine Bestätigung seiner starken Form.Denn im Finale läuft fast alles gegen ihn. Der Wahl-Prinaer sitzt eingeklemmt im Feld, sein Sprintzug – die Helfer, die ihn nach vorn ziehen – kommt nicht durch. „Wir waren ein Ticken zu weit hinten, die Lücke ging nicht so richtig auf“, sagt Kanter der OAZ. Also trifft er eine riskante Entscheidung: Weil die Zielgerade leicht nach rechts biegt, zieht er nach links. „Ich bin bei 400 losgefahren, wusste, dass es zu früh sein wird. Aber das war meine einzige Chance, noch irgendwie vorne reinzufahren“, sagt er. Kanter fährt fast die gesamte Zielgerade allein im Wind – und wird trotzdem Vierter.Das sagt viel über seine Form. Hinter ihm reihen sich große Namen ein: Jasper Philipsen wird Fünfter, Mads Pedersen Achter, der Pau-Sieger Olav Kooij nur 23. Auch die deutschen Konkurrenten Phil Bauhaus (6.) und Pascal Ackermann (12.) lässt er hinter sich. „Das ist das beste Peloton im Sprint, was man hier haben kann“, sagt Kanter. Mehr wäre wohl drin gewesen: Godon hängt im Gedränge bei Kanter ein – ohne das wäre er noch weiter vorn.