PfadnavigationHomeSportTour de FranceHinter dem Sieger gelingt dem deutschen Tour-Debütanten eine ÜberraschungStand: 19:34 UhrLesedauer: 4 MinutenOlav Kooij jubelt beim Überqueren der Ziellinie, dahinter rauscht Max Kanter (r.) heranQuelle: JEFF PACHOUD/AFPDer Deutsche Max Kanter war bei seinem ersten Sprint um einen Etappensieg bei der Tour de France ganz nah dran an der Sensation. In einem hektischen Finale nach 158,3 Kilometern war am Ende nur einer schneller.Der starke zweite Platz bei seinem ersten Sprint um einen Etappensieg bei der Tour de France hat Max Kanter Lust auf die nächste Chance gemacht. „Ich habe großes Vertrauen in meine Jungs, und ich habe einen ordentlichen Sprint. Und wenn alles zusammenkommt, können wir auch eine Etappe gewinnen“, sagte der 28-Jährige nach dem hektischen Finale der fünften Etappe, in dem nur der Niederländer Olav Kooij schneller war. „Aber natürlich ist es immer, wie sagt man so gut auf Englisch, bittersweet, Zweiter zu werden. Aber ich glaube, darauf können wir aufbauen.“Am Mannschaftsbus klatschte er mit seinen Kollegen und Teamchef Alexander Winokurow ab. „Mein Team hat einen super Job gemacht, die Beine waren gut heute“, ergänzte der Brandenburger bei Eurosport. „Ich bin eigentlich ein relativ konstanter Sprinter, kann immer wieder Top-Platzierungen einfahren, und dann gucken wir mal.“ In der Wertung für das Grüne Trikot des besten Sprinters liegt er auf Rang drei.Lesen Sie auchEs war am Ende der 158,3 Kilometer die erste Chance bei dieser Tour für die schnellen Männer. Knapp fünf Kilometer vor dem Ziel kamen mehrere Fahrer nach einer Kurve zu Fall. „Es war ziemlich nervös im Feld. Jeder wollte vorne fahren, weil es halt einige Kreisverkehre, einige Inseln im Finale gab. Da ist es immer vorprogrammiert, dass Stürze entstehen. Dadurch ist es extrem stressig gewesen, und jeder wollte in der richtigen Position sein“, sagte Kanter der ARD. „Man muss da ein bisschen den Kopf ausschalten, um ehrlich zu sein. Und manchmal auch hoffen, dass einfach alles gut geht.“Am Ende fuhr nur eine kleinere Gruppe zusammen auf die Zielgerade zu. Der Belgier Tim Merlier wurde Dritter. Die Deutschen Pascal Ackermann (12.) und Phil Bauhaus (18.), der seinen 32. Geburtstag feierte, kamen nicht in die Top Ten.In der Gesamtwertung gab es am Tag vor der nächsten schweren Bergetappe in den Pyrenäen trotz des Sturzes keine großen Veränderungen an der Spitze. Der Norweger Torstein Træen, der sich das Gelbe Trikot in Foix am Dienstag als Teil einer Fluchtgruppe gesichert hatte, stürzte vorher auf der Etappe, verlor aber keine Zeit und verteidigte seine Führung. Die Top-Favoriten Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard liegen mit 7:53 Minuten dahinter weiter auf Rang vier und fünf. Der deutsche Jungstar Florian Lipowitz bleibt Elfter mit 8:46 Minuten hinter Træen.Nach vier schweren Tagen zum Start war es das erste Teilstück, das auf die Sprinter ausgerichtet war, die sich ungewöhnlich lange gedulden mussten. Solche Etappen sind in den vergangenen Jahren von den Planern seltener als früher ins Programm genommen worden, auch weil der Ablauf in der Regel erst am Ende Spannung verspricht.Lesen Sie auchEs gab keine größeren Anstiege, nur eine kurze Bergwertung der dritten Kategorie stand auf dem Programm. Pau ist ein traditionsreicher Etappenort der Tour, oft mit einer Chance für die schnellen Männer. Die Deutschen Marcel Kittel, Erik Zabel und Dietrich Thurau haben in der Stadt im Vorland der Pyrenäen schon Siege geholt.Nach der extremen Hitze am Vortag war es etwas kühler, aber immer noch deutlich über 30 Grad und schwül. Der Franzose Baptiste Veistroffer hatte vor dem Start eine Attacke angekündigt und setzte seinen Vorsatz direkt nach dem Start um. Auf dem Weg durch die Sonnenblumenfelder der Region fuhr er schnell einen Vorsprung um drei Minuten auf das Hauptfeld heraus, das ihn erst einmal gewähren ließ.Jetzt folgt eine schwierige Pyrenäen-EtappeDie Mannschaft des Gesamtführenden Træen leistete zunächst die Führungsarbeit, ehe die Teams von Jasper Philipsen und später Merlier übernahmen und den Abstand kontrollierten. 14 Kilometer vor dem Ziel war die Flucht von Veistroffer beendet. Zuvor hatten nach der Bergwertung noch drei Fahrer versucht, sich aus dem Feld abzusetzen.Die Sprinter haben am Freitag in Bordeaux erneut eine Chance. Zuvor sind aber wieder die Favoriten und Bergfahrer gefragt. Auf der schwierigsten Etappe der Pyrenäen zwischen Pau und Gavarnie-Gèdre stehen an diesem Donnerstag 4100 Höhenmeter auf dem Programm, darunter der legendäre Col du Tourmalet als Bergwertung der höchsten Kategorie. Der Schlussanstieg nach Gavarnie-Gèdre ist mehr als 18 Kilometer lang, aber im Durchschnitt nicht extrem steil.dpa/mel
Tour de France: Hinter dem Sieger gelingt dem deutschen Tour-Debütanten eine Überraschung - WELT
Der Deutsche Max Kanter war bei seinem ersten Sprint um einen Etappensieg bei der Tour de France ganz nah dran an der Sensation. In einem hektischen Finale nach 158,3 Kilometern war am Ende nur einer schneller.













