Am Montag stand die erste Bergankunft der Tour an – der erste Prüfstein ums Gelbe Trikot. Auf den 195,9 Kilometern von Granollers nach Les Angles überquerte das Feld gut 40 Kilometer vor dem Ziel die Grenze: die erste Zielankunft der Tour auf französischem Boden.
An den Anstiegen Collada de Toses (1.781 m) und Col du Calvaire (1.837 m) machten es die Favoriten unter sich aus. Aus einer kleinen Spitzengruppe setzte sich Tadej Pogačar durch, knapp vor Jonas Vingegaard und Richard Carapaz – und übernahm das Gelbe Trikot von Vingegaard, der die Tour seit dem Auftakt-Teamzeitfahren geführt hatte.
Überschattet wurde der Tag von den Waldbränden in Südfrankreich: über 1.600 Hektar verbrannt, am Wochenende rund 5.000 Menschen evakuiert. Per Erlass blieb das Finale ohne Zuschauer – keine Fans auf den letzten 40 Kilometern, die Werbe-Karawane abgesagt. Tour-Chef Christian Prudhomme bat, sich fernzuhalten, damit die Rettungskräfte löschen konnten. So endete die erste Bergankunft geisterhaft einsam – auch wenn sich einige Fans durchgeschlagen hatten.
Für Kanter war es ein reiner Überlebenstag: Bei der Hitze galt es nur, die Berge im Gruppetto, dem Sammelbecken der Nicht-Kletterer, im Zeitlimit zu überstehen. Mit 24:40 Minuten Rückstand kam der Wahl-Pirnaer ins Ziel.













