GastkommentarUrs EggerRot-Grün behindert den JugendsportDie rot-grünen Parteien in Zürich wollen den Schulsport einschränken und den Wettbewerbsgedanken verbieten. Es fehlt zudem an Turnhallen, und der Abbau von Parkplätzen vor Ort schränkt die sportlichen Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen zusätzlich ein.10.07.2026, 05.25 Uhr3 LeseminutenDer obligatorische Turnunterricht ist unter Druck.ImagoWenn man die sportlichen Leistungen auf Stufe Sekundarschule in der Stadt Zürich ansieht, ist ein steter Rückgang der Fähigkeiten zu beobachten. Bei Sporttagen der Volksschule stechen bei vielen die schwach entwickelten motorischen Fähigkeiten ins Auge. Natürliche Bewegungsabläufe beim Ballwurf sind kaum mehr zu sehen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Gespräche mit Lehrpersonen machen deutlich, dass viele Jugendliche sich dem Wettbewerb und dem Sport entziehen, indem sie den Sportlektionen fernbleiben. Deutlich besser schneiden Jugendliche ab, welche in einem Sportverein tätig sind und stolz dessen Trikot tragen.Fehlende TurnhallenAnstatt diesen Entwicklungen kräftig gegenzusteuern, wollen die rot-grünen Parteien den Sport in der Stadt Zürich noch weiter einschränken beziehungsweise im Schulsport den Wettbewerbsgedanken gänzlich verbieten.Bis jetzt sieht eine Vorgabe des Bundes drei obligatorische Stunden Turnunterricht vor. Nun soll dies aus ordnungspolitischen Gründen aufgehoben werden, da der Bund den Kantonen in Schulangelegenheiten keine Vorschriften machen sollte. Turnlehrervertreter fürchten nun, dass viele Kantone dies zu einer Reduktion der obligatorischen Stundenzahl nutzen könnten, unter anderem, weil landesweit zirka hundert Turnhallen fehlen.In der Stadt Zürich sind an diesem Mangel an Infrastruktur für den Sport zu einem grossen Teil die rot-grünen Sportverhinderer schuld. So wurde zum Beispiel eine geplante Leichtathletikhalle beim Stadion Letzigrund aus ideologischen Gründen abgelehnt. Sie wollen einfach keine gemeinsame Finanzierung von Staat und Privaten. Somit werden die Sportvereine bestraft, welche Kindern und Jugendlichen Bewegung und das gemeinsame Erlernen von Technik ermöglichen wollen.Der neueste Schildbürgerstreich ist ein Vorstoss der Grünen im Zürcher Stadtparlament, der eine Reduktion der Parkplätze bei Sportanlagen um fünfzig Prozent fordert. Dieser wurde mit der rot-grünen Mehrheit problemlos überwiesen. Die Kinder aus dem Quartier kommen heute schon mit dem Velo oder dem Kickboard. Das Material und die gegnerischen Mannschaften müssen hingegen mit Fahrzeugen zum Spielort transportiert werden. Wenn dies aufgrund des Fehlens von Parkplätzen vor Ort erschwert wird, verhindert dies die sportlichen Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen.Trieb des WettbewerbsDer Sportbetrieb in privaten Vereinen wird umso bedeutender, da Kinder und Jugendliche dort ihrem natürlichen Trieb des Wettbewerbs und Vergleichs mit anderen nachleben können. Dabei geht es nicht um das Resultat in Mannschaftssportarten, sondern um die Vergleichbarkeit, aber auch um das Lernen, mit Niederlagen umzugehen. Dies sind Lebenslektionen für Kinder und Jugendliche, die ebenso wichtig wie die körperliche Stabilität und die Bewegungskoordination sind.Ohne Wettbewerb und Resultatmessung gibt es diese Erfahrungen nicht. Daher müssten auch die Zielsetzungen im Lehrplan 21 zum Turnunterricht überdacht werden, die zwar Fairness, Kooperation und Körperwahrnehmung fordern, aber den Wettbewerb mit keinem Wort erwähnen.Neueste Trends zeigen, dass Erwachsene bei freiem Spiel in der Halle das von früher bekannte Völkerballspiel bevorzugen. Offenbar sind dies menschliche Grundbedürfnisse. Natürlich sollen heute auch weitere Aspekte wie Geschicklichkeit, spezielle Bewegungsabläufe und Zufallszusammenstellungen der Mannschaften in diese Spiele bei Kindern und Jugendlichen einbezogen werden. In vielen Schulen werden solche Spiele aber aus ideologischen Gründen aus der Turnhalle verbannt.Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die zum Teil bedenklich schwachen sportlichen Leistungen von Kindern und Jugendlichen durch die von Rot-Grün ideologisch durchgesetzten Verbote zum Bau neuer Infrastruktur, des Wettbewerbsgedankens im Turnunterricht und neuestens auch der Transporte zu den Sportanlagen erklären lassen.Urs Egger war FDP-Gemeinderat und Kreisschulpfleger in der Stadt Zürich sowie Präsident des Stadtzürcher Fussballverbands. Seit 2021 ist er Mitglied des Komitees Swiss Football League.9 KommentareHansjörg Stieger 10.07.2026Der nächste Gästekommentar der nicht schnallt um was es geht! Hirni, es geht doch um Ideologie! Nichts anderes. Echt höchste zeit aufzuwachen! 🤮Monika Diethelm-Knöpfel 10.07.20265 EmpfehlungenDer Zweck des Schulsportes sollte sein, dass jeder junge Erwachsene spätestens nach der Berufs- oder einer weiterführenden Schule weiss, warum körperliche Betätigung für die Gesundheit wichtig ist, und Wege gefunden hat, sich körperlich zu betätigen. Ob das in einem Verein ist, beim Velofahren, Schwimmen oder Wandern oder was immer, ist nicht wichtig. Aber eine gewisse Fitness tut jedem gut.Passend zum Artikel
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