Analyse
Stand: 09.07.2026 • 20:04 Uhr
Bei seiner Regierungserklärung gibt sich der Kanzler selbstbewusst und wirkt doch dünnhäutig. Auf Kritik an geplanten Reformen geht Merz nicht ein, dafür auf die SPD. Nur diese Koalition könne es.
Vielleicht ist Friedrich Merz an diesem Tag doch nicht ganz so souverän, wie der Bundeskanzler eigentlich auftreten möchte, sondern eher dünnhäutig. Das legen einige für ihn ungewöhnliche Auftritte im Parlament direkt nach seiner Regierungserklärung nahe.
Während der Aussprache zu seiner Regierungserklärung steht er einmal abrupt auf und setzt sich in die Reihen der Unionsfraktion - als die erste Rednerin der Linkspartei spricht. Das ist ungewöhnlich - gerade auch für diesen Kanzler, gerade in der ersten Rednerrunde nach der Regierungserklärung. Zur parlamentarischen Gepflogenheit gehört, hier zuzuhören, zumindest am Pult zu bleiben.












