Gestern am frühen Nachmittag ist Donald Trump in der türkischen Hauptstadt Ankara gelandet, wo in dieser Woche die Staats- und Regierungschefs der Nato zu ihrem Gipfeltreffen zusammenkommen. Diese Art von Zusammenkünften waren viele Jahre lang recht erwartbare Ereignisse, so etwas wie „transatlantische Familientreffen“, wie meine Kollegen Daniel Brössler und Hubert Wetzel schreiben.Die beiden sind diese Woche in Ankara, um von einer Veranstaltung zu berichten, die nicht nur im Nato-Hauptquartier, sondern auch in der deutschen Hauptstadt in den vergangenen Wochen für deutlich mehr Nervosität gesorgt hat als ein durchschnittliches Familientreffen. Denn alles dreht sich stets um die Frage: Wie wird der US-Präsident sich verhalten? Und hat das Bündnis überhaupt noch Bestand? Die Ausgangslage für den Gipfel fassen die beiden Autoren hier zusammen, welche Rolle ein Rüstungsdeal zwischen Kanada und Deutschland spielt, erfahren Sie hier.Ein Thema ist der Iran-Krieg. Trump hat am Rande des Gipfels schon kritisiert, Großbritannien, Italien, Deutschland und Frankreich hätten die USA hängen lassen. „Sehr enttäuscht“, sei er von der Nato gewesen. Heute Nacht hat das US-Militär über 80 Ziele in Iran attackiert, als Strafe für iranische Angriffe auf Handelsschiffe mit ziviler Besatzung.Klar ist, worauf den US-Präsidenten beim Nato-Gipfel möglichst niemand ansprechen wird, der Ärger vermeiden will: auf Trumps Intervention beim Fifa-Chef wegen einer roten Karte gegen das US-Team. Und darauf, dass die USA dann trotzdem bei der WM ausgeschieden sind. Den Sündenfall bei der Fußballweltmeisterschaft und seine Folgen hat Holger Gertz noch einmal wunderbar zusammengefasst. Und über alle Spiele, Ergebnisse und das Drumherum halten wir Sie hier auf dem Laufenden.Fußball-WM 2026Argentinien schlägt Ägypten 3:2: Und dann weint Messi vor Erleichterung. Lange sieht es aus, als würde Argentinien im Achtelfinale überraschend gegen Ägypten ausscheiden und Lionel Messi sein letztes WM-Spiel erleben. Doch der Weltmeister dreht ein 0:2 in ein 3:2. Zum ArtikelLiveblog zur Fußball-WM 2026: Ägyptens Nationaltrainer fühlt sich vom Schiedsrichter betrogenKolumbien verliert gegen die Schweiz: Gelbe Shirts, die Tränen trocknen müssen. Nach 120 ausgeglichenen Minuten bezwingt die Schweiz Kolumbien im Elfmeterschießen – und steht zum ersten Mal seit 1954 in einem WM-Viertelfinale. Die Südamerikaner trauern ihren Chancen nach. Zum ArtikelBelgiens Reaktion: Für Balogun gibt’s Trost – für Trump nur HämeDFB-Sportdirektor: Neues Job-Profil, neue Aufgaben, gleicher Rudi VöllerWas heute wichtig istUS-Militär greift mehr als 80 Ziele in Iran an. Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden an der Straße von Hormus getroffen. Zuvor hatte Iran nach US-Angaben mindestens drei Handelsschiffe angegriffen. Zum Liveblog zum Krieg in NahostAußenminister in Israel: Wie Wadephul beweisen will, dass Dialog etwas bringtMEINUNG Wadephul-Besuch: Frieden in Nahost – das ist nicht das Ziel der Regierung in JerusalemNato-Treffen in Ankara: „Bei diesem Gipfel ist Showtime“. Es geht in Ankara vor allem darum, Europas Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Die USA wollen nur noch mit bestimmten militärischen Fähigkeiten helfen. Ein weiterer Diskussionspunkt: Grönland. Die USA würden das Gebiet weiterhin annektieren, das geht aber nur zum Preis einer transatlantischen Krise – deswegen wird um einen Kompromiss gerungen. Zum ArtikelLiveblog zur Bundespolitik: Deutschland meldet Nato Verteidigungsausgaben in RekordhöheRussische Schattenflotte: Hat Russland Nato-Staaten mit Drohnen ausspioniert? Ein Sicherheitsfachmann kritisiertEXKLUSIV Schuldenbremse: 15 Experten, drei Empfehlungen. Anders als die Rentenkommission schafft die Kommission zur Reform der Schuldenbremse es nicht, sich auf ein Konzept zu verständigen. Derzeit steigt die Schuldenquote beständig. Die Arbeit bleibt bei denen hängen, die das Gremium eingesetzt haben: den Koalitionären von CDU, CSU und SPD. Zum ArtikelKoalition: Zu wenig Einsparungen, zu viele Schulden: Es rumort in der UnionFrankreich: Le Pen will kandidieren. Nach einem milden Berufungsurteil kündigt Marine Le Pen an, sie werde nun doch für den rechtsextremen Rassemblement National bei der Präsidentschaftswahl antreten. Sie plant weitere rechtliche Schritte – und hat bei der Wahl so große Chancen wie nie. Zum ArtikelICE-Beamter erschießt bei Einsatz mexikanischen Einwanderer. Der Mann habe sich Anweisungen der Beamten widersetzt, teilte das US-Heimatschutzministerium mit. Der Mann soll versucht haben, den Beamten mit seinem Auto zu rammen, daraufhin habe der Beamte das Feuer eröffnet. Zum Liveblog zur US-PolitikWeitere wichtige ThemenNach Beben in Venezuela: Suchteams ziehen abGroßbritannien: Nigel Farage tritt zurück, um weiterzumachenDebatte um Krankschreibungen: Krankenkassen: Lange Ausfälle sind größte KostentreiberDie Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboDossier Digitalwende: Wie Brüssel Zugang zu fortschrittlichen KI-Modellen sichern will. Aufgrund von neuen fortschrittlichen KI-Systemen hat die EU-Kommission einen Aktionsplan für Cybersicherheit und KI vorgestellt. Brüssel will die Systeme vorab untersuchen können – und internationales Vorbild werden. Auch wichtig: Das Gesundheitsministerium überlegt, den Digitalbeirat der Gematik abzuschaffen. Zum BriefingDossier Geoökonomie: Schwarzmeerraum wird Strategiefrage für Nato. Am Schwarzen Meer stoßen Russland und die Nato aufeinander. Zwar ist es Moskau nicht gelungen, hier die Seewege zu dominieren, doch das Konfliktpotenzial bleibt enorm. Zumal der Nato eine gemeinsame Strategie für die Region fehlt. Dabei ist das Binnenmeer für Handelsrouten zwischen Ost und West und die Energieversorgung wichtig. Zum Briefing