Beginnen wir mit den weltumspannenden Ereignissen: Donald Trump ist auf dem Weg nach Ankara zum Nato-Gipfel. An Bord der Air Force One wollte er das Spiel Belgien – USA verfolgen, schreibt mein Kollege Boris Herrmann. Tja, die USA ist raus, das belgische Team hat souverän mit drei Toren Vorsprung gewonnen. Das wird kein Anruf heilen können.Zu dem Anruf von Trump bei Fifa-Chef Gianni Infantino, in dessen Folge der Stürmer Folarin Balogun trotz einer Rot-Sperre gegen Belgien auflaufen durfte, haben wohl auch alle Staats- und Regierungschefs eine Meinung, die der US-Präsident heute beim Nato-Gipfel treffen wird. Trump hat den Fußball damit zum Raum offener politischer Einflussnahme gemacht.Auf die Nato ist sein Einfluss unübersehbar. „Die alte Nato ist tot, und alle wissen es. Der Rückzug der Vereinigten Staaten hat begonnen, und das zumindest in Teilen irreversibel“, kommentiert Daniel Brössler. Das neue Zentrum der Nato müsse aufgrund Faktoren wie der geografischen Lage Deutschland sein, schreibt er.Womit wir auf der Bundesebene – und somit den mittelgroßen Ereignissen – angelangt wären: Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil hat gestern seinen Haushalt durchs Kabinett gebracht. Es gibt Kritik, berichtet Claus Hulverscheidt, vor allem wegen der steigenden Staatsverschuldung. Die wiederum liegt auch an massiv gestiegenen Verteidigungsausgaben. Mit der „schwarzen Null“ könne man sich gegen Putin nicht verteidigen, sagte Klingbeil.Auch die marode Infrastruktur frisst Milliarden, dabei ist sie essenziell. Eine Geschichte des Scheiterns im Kleinen, die ich Ihnen empfehlen möchte, hat Christian Zaschke aufgeschrieben: Die Schleibrücke Lindaunis ist seit 20 Jahren marode, aber sie steht noch immer. Und die Sanierung wird immer teurer.Fußball-WM 2026WM-Aus der USA: Fußballspiele lassen sich nicht neben dem Rasen gewinnen. Nach der hochkontroversen Begnadigung von Folarin Balogun zeigen die USA mit dem Stürmer in der Startelf ihr mit Abstand schwächstes WM-Spiel – und verlieren 1:4 gegen Belgien. Zum ArtikelPhilosoph Gunter Gebauer: „Trump verhält sich höchst unamerikanisch“Donald Trump und die Fifa: „Ja, ich habe mit Gianni geredet“Spaniens Sieg gegen Portugal: Ronaldos letzter WM-Tanz endet mit Tränen. Spanien bezwingt Portugal durch einen Treffer in der 90. Minute und zieht mit 1:0 ins Viertelfinale ein. Cristiano Ronaldos schillernde Fußballer-Karriere bleibt auf der größten Bühne unvollständig. Zum ArtikelLiveblog zur Fußball-WM 2026: „Jürgen liebt Deutschland“ – Watzke äußert sich zu VerhandlungenWas heute wichtig ist Klingbeil: „Mit der schwarzen Null können wir uns nicht gegen Putin verteidigen“. Mehr als eine Billion Euro neuer Schulden will Finanzminister Lars Klingbeil bis zum Jahr 2030 aufnehmen. Der Vizekanzler sieht sich trotzdem auf Konsolidierungskurs. Ein Grund für die neuen Schulden sind die Verteidigungsausgaben, die den Bundeszuschuss zur Rente als größten Kostenblock im Haushalt ablösen. Zum ArtikelAktuelles Lexikon: Was bedeutet die schwarze Null?Konjunktur: Auftragsplus sorgt für Hoffnungsschimmer in der IndustrieTrump möchte wohl Gespräche mit Selenskij über ein Kriegsende führen. Eine Lösung für den Krieg in der Ukraine sei näher, als viele glaubten, so der US-Präsident. Er wolle das Thema beim Nato-Gipfel in der Türkei ansprechen. Der ukrainische Präsident Selenskij sagte, der Gipfel dürfe nicht nur „leere Worte“ hervorbringen, sondern müsse zu mehr Schutz für die Ukraine führen. Russland hatte die Hauptstadt Kiew zuletzt massiv angegriffen. Nach ukrainischen Angaben wurden 22 Menschen getötet. Zum ArtikelRusslands Angriffskrieg: In der Ukraine werden massenhaft Tankstellen zerstörtMEINUNG Gipfeltreffen in Ankara: Die Zukunft der Nato entscheidet sich auch in Magdeburg, Schwerin und BerlinVor Nato-Gipfel: Kanada bestellt in Deutschland U-Boote für zehn Milliarden Euro. Der deutsche Rüstungshersteller TKMS und die kanadische Regierung haben sich auf einen Milliardendeal geeinigt. Das Unternehmen soll zwölf U-Boote für die Kanadier bauen. Bundeskanzler Merz sagte, es sei ein „starkes Zeichen der transatlantischen und europäischen Zusammenarbeit“. Zum ArtikelPrien will Elterngeld auf 12 Monate reduzieren – und nur drei verpflichtende „Vätermonate“. Das Elterngeld soll nach einem Gesetzentwurf von Familienministerin Karin Prien künftig nur noch 12 statt 14 Monate gezahlt werden – und auch nur dann, wenn Mütter und Väter jeweils mindestens drei Monate berufliche Auszeit nehmen. Zugleich soll der Mindestbetrag nach dem Vorschlag der Ministerin von 300 auf 330 Euro und der Höchstbetrag von 1800 auf 1900 Euro angehoben werden. Zum Liveblog zur BundespolitikMEINUNG Elterngeld: Warum es richtig wäre, auf noch mehr Gleichberechtigung zu setzen – trotz SparmaßnahmenStichtag für Marine Le Pen: Darf sie vielleicht doch zur Präsidentschaftswahl antreten? Das Pariser Berufungsgericht verkündet am Dienstag sein Urteil im Prozess wegen Veruntreuung von EU-Millionen gegen Marine Le Pen und einige ihrer Weggefährten der extrem rechten Partei Rassemblement National. Die wichtigsten Fragen und Antworten. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenLiveblog zum Krieg in Nahost: Angriff auf Tanker in der Straße von HormusExperten-Bericht: Was lief beim Stromausfall in Berlin schief?Die Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboDossier Digitalwende: Was der Bundeshaushalt 2027 fürs Digitale bedeutet. Das Bundeskabinett hat gestern den Haushaltsentwurf für 2027 beschlossen. Der Etat des Digitalministeriums wächst laut Entwurf nur moderat. Dafür steigen die Digitalinvestitionen aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Auch wichtig: So reagieren deutsche Abgeordnete auf den KI-Vorstoß des britischen National Health Service (NHS). Zum BriefingDossier Geoökonomie: Wolfram-Exporte als Wirtschaftswaffe. Ohne einen einzigen Zoll zu verhängen, bringt China Japans Halbleiterindustrie in Bedrängnis. Das Mittel: ein gezielter Exportstopp für ein strategisches Metall, von dem die weltweite KI-Infrastruktur abhängt. Stattdessen drängen chinesische Produzenten auf den Weltmarkt. Daraus kann Europa wichtige Lehren ziehen. Zum Briefing