1. Ein Abschluss unter dieser Nummer
Fußball mit Konterfei von US-Präsident Trump: Make Sportförderung Great Again
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Herren in den USA dominierte bislang der sportliche Wettkampf. Anfangs wurde befürchtet, das Turnier könnte politisch gekapert werden, zumindest aber instrumentalisiert. Das blieb aus. Bis heute: Der Fall um US-Fußballnationalspieler Folarin Balogun steht exemplarisch für den ersten politischen Skandal bei der WM 2026. Balogun, der nur durch Zufall in den USA geboren wurde und heute womöglich gar kein US-Bürger wäre, darf trotz vorheriger Roter Karte und eigentlicher Sperre kommende Nacht im Achtelfinale gegen Belgien spielen (ab 2 Uhr in der SPIEGEL-Liveanalyse ). US-Präsident Donald Trump persönlich intervenierte offenbar mehrfach bei Fifa-Präsident Gianni Infantino, um die Sperre aufheben zu lassen.
Dass sie tatsächlich aufgehoben wurde, löst massive Kritik aus, berichtet mein Kollege Peter Ahrens: Beobachter sehen darin eine klare politische Einflussnahme und Wettbewerbsverzerrung zugunsten des Gastgeberlandes. Vertreter aus Fußball und Politik, darunter Jürgen Klopp, DFB-Präsident Neuendorf und die Uefa, äußerten deutliche Zweifel an der Integrität des Turniers. Selbst Ex-Fifa-Chef Sepp Blatter – selbst kein Säulenheiliger für Geradlinigkeit – warnte vor politischer Einmischung.












