Bundeskanzler Merz betont vor seinem Abflug in die Türkei die Steigerung der deutschen Verteidigungsausgaben. Er spricht von einem „Kraftakt“. Seine Hoffnungen für das Gipfeltreffen fasst der Kanzler so zusammen: „Ich wünsche mir, dass es uns gemeinsam gelingt, einen Geist von Ankara zu wecken. Von diesem Gipfel soll die Botschaft ausgehen. Wir bauen eine europäischere Nato, damit die Nato transatlantisch bleiben kann.“Merz bezeichnet den milliardenschweren kanadischen U-Boot-Auftrag als Schub für die deutsche Wirtschaft. „Das ist eine gute Nachricht für unsere gemeinsame Sicherheit. Es ist zugleich eben auch eine gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft“, sagt Merz vor seinem Abflug nach Ankara. Kanadas Ministerpräsident Mark Carney hatte am Montagabend bekannt gegeben, dass Kanada bis zu zwölf U-Boote bei der Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS in Auftrag geben wird.„Das ist wirklich ein strategisches Vorhaben, das Kanada, Deutschland und Norwegen für Jahrzehnte als Partner im nordatlantischen Raum bindet“, betont der Kanzler zu dem U-Boot-Deal, der alle drei Länder umfasst. Dies sei Ausdruck einer auf Dauer angelegten Partnerschaft, die auf gemeinsamen Interessen und auf gemeinsamen Werten basiere und weit über die Sicherheits- und Verteidigungspolitik hinausgehe. Er habe mit Carney und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre seit Monaten intensiv an dieser Partnerschaft gearbeitet. Auf dem Nato-Gipfel werde es insgesamt um eine verstärkte Rüstungszusammenarbeit gerade in Europa gehen. Kanzler MerzQuelle: Michael Kappeler/dpa