Berlin hat gerade die heftigste Junihitze seit Beginn der Aufzeichnungen hinter sich. Mit 41,7 Grad im brandenburgischen Coschen an der Neiße fiel am Sonntag der deutsche Allzeitrekord – nur eine gute Autostunde von Berlin entfernt war es so heiß wie nie zuvor in Deutschland. Aktuell verschafft ein Skandinavientief der Stadt eine Verschnaufpause.Doch die Erholung ist kurz. Bereits ab dem 4. Juli steigen die Temperaturen wieder, bis zum 9. Juli werden verbreitet 30 bis 37 Grad simuliert – auch das Erreichen der 40-Grad-Marke ist nicht ausgeschlossen.Für Berliner heißt das: Die nächsten heißen Nächte kommen bestimmt. Gerade in der Stadt bleibt die Wärme nachts hängen, weil versiegelte Flächen sie speichern – der DWD maß zwischen Stadt und Umland zuletzt Unterschiede von mehr als sechs Grad. Wer jetzt die richtigen Handgriffe kennt, spart sich tropische Nächte unterm Dach.
Die wichtigste Regel: Fenster zu, wenn es draußen heißer ist
Der häufigste Fehler bei Hitze ist gut gemeint: tagsüber lüften. Wenn es draußen wärmer ist als drinnen, sollten die Fenster geschlossen bleiben. Sonst holt man sich die Backofenluft vom Hinterhof direkt ins Schlafzimmer.Gelüftet wird zwischen Abend und frühem Morgen, wenn die Luft draußen kühler ist als im Raum – und dann gleich mehrere Stunden. Ideal ist die Nachtlüftung, bei der die gespeicherte Wärme über Stunden aus der Wohnung entweichen kann.Wer im Altbau mit Fenstern zu beiden Seiten wohnt, hat Glück: Weit geöffnete Fenster sorgen für Durchzug, in Wohnungen über mehrere Etagen hilft der Kamineffekt, wenn Fenster auf verschiedenen Ebenen offen stehen. Ein Tipp aus der Schweiz, der auch in Kreuzberg funktioniert: Auch die Schranktüren öffnen, damit die in den Möbeln gestaute Hitze schneller entweicht.












