Berlin steuert auf das heißeste Wochenende des Jahres zu. Am Samstag kann es in Berlin und Brandenburg 37 bis 40 Grad heiß werden, am Sonntag liegen die Werte etwas darunter.Damit ist sogar ein neuer Juni-Rekord für die Region möglich. Der bisherige Höchstwert für einen Junitag in Berlin liegt bei 38,6 Grad, gemessen am 30. Juni 2019 in Tegel.Für Autofahrer heißt das: doppelte Vorsicht. Die Gefahr lauert auf der Straße – und im eigenen Wagen.

Blow-ups: Wo der Berliner Ring schon aufgeplatzt ist

Bei Extremhitze kann die Fahrbahn regelrecht aufbrechen. Fachleute sprechen von „Blow-ups“.Der Grund liegt im Beton. Er dehnt sich bei Wärme aus, ist aber weniger verformbar als Asphalt – ab etwa 30 Grad steigt die Wahrscheinlichkeit solcher Schäden. Kann sich der Beton nicht mehr in Längsrichtung ausdehnen, entlädt sich die Spannung nach oben.

Auf dem Berliner Ring (A10) ist das bereits passiert. Betroffen sind unter anderem die Abschnitte zwischen Berlin-Marzahn und Berlin-Hohenschönhausen in Fahrtrichtung Dreieck Barnim, zwischen Seeberg-Ost und Berlin-Hellersdorf Richtung Dreieck Spreeau sowie zwischen Potsdam-Nord und Berlin-Spandau Richtung Dreieck Havelland.Auch die wichtigste West-Zufahrt nach Berlin ist gestört: Die A2 ist zwischen Ziesar und Wollin in Richtung Berliner Ring wegen Hitzeschäden gesperrt, die Sperrung soll bis Sonntagnachmittag andauern.Wer übers Wochenende raus an die Seen will, sollte die Strecke also vorher checken.