Bei bis zu 40 Grad ist der Sprung ins kühle Seewasser die schönste Erfrischung des Tages. Trotzdem fordert der Sommer in deutschen Gewässern regelmäßig Todesopfer.2025 ertranken bundesweit mindestens 393 Menschen. Die meisten von ihnen, nämlich 158, kamen in Seen und Teichen ums Leben. Die gefährlichste Zeit war ausgerechnet der Juni: An einem einzigen Wochenende starben 15 Menschen.Eine Eigenschaft des Sees spielt dabei eine größere Rolle, als viele Badegäste ahnen – seine Tiefe. Aber warum sind manche Seen überhaupt so tief?
Eiszeit-Erbe: Wie aus Gletschern tiefe Löcher wurden
Die Antwort reicht rund 12.000 Jahre zurück. Brandenburgs Seenlandschaft verdankt ihre Form der letzten Eiszeit. Als die Gletscher der Weichselkaltzeit zurückwichen, brachen riesige Eisblöcke ab und wurden von Sand und Kies zugedeckt.Unter dieser Decke schmolz das Eis über Jahrhunderte langsam ab. Zurück blieb ein tiefer Kessel, der sich mit Grundwasser füllte. Fachleute sprechen von einem Toteissee.Wie gewaltig solche Löcher werden können, zeigt der Große Stechlinsee nördlich von Berlin. Er ist mit bis zu 70 Metern der tiefste See Brandenburgs. Sein tiefster Punkt liegt damit rund zehn Meter unter dem Meeresspiegel.














