Im vergangenen Monat mit seiner extremen Hitzewelle starben bundesweit so viele Menschen im Wasser wie seit über 20 Jahren in keinem Juni mehr. Mindestens 99 Menschen ertranken in dem Monat im Wasser, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Zuletzt wurden im Hitzesommer 2003 mit 107 verunglückten Menschen mehr Badetote im Monat Juni gezählt.

Auch an vergangenen Wochenende, an dem es wegen der sommerlichen Temperaturen viele Menschen ans Wasser zog, starben mehrere Menschen beim Baden. Ein 13-jähriges Mädchen ertrank in einem See in Groß Kummerfeld in Schleswig-Holstein.

Beim Baden im Arendsee in Sachsen-Anhalt starb eine 63-Jährige. Sie hatte plötzlich Probleme beim Schwimmen bekommen, wie die Polizei mitteilte. Eine Frau habe mit ihrem Stand up Paddle (SUP) noch versucht, sich in Richtung der 63-Jährigen zu bewegen, diese aber nicht mehr erreicht, hieß es. Die in Not geratene Schwimmerin sei unter der Wasseroberfläche verschwunden.

Im Kulkwitzer See trieb am Sonnabendabend ein 38 Jahre alter Mann leblos im Wasser. Er war dort zuvor mit Bekannten baden gewesen. Sofortige Reanimationsversuche blieben erfolglos. Rettungskräfte, Feuerwehr, Kriminalpolizei und Rechtsmedizin wurden zum See gerufen. Ein Straftatverdacht kann bislang ausgeschlossen werden, so die Leipziger Poliezi. Die Ermittler gehen derzeit von einem Badeunfall oder gesundheitlichen Problem aus.