Im vergangenen Monat mit seiner extremen Hitzewelle sind bundesweit so viele Menschen ertrunken wie seit über 20 Jahren in keinem Juni mehr. Mindestens 99 Menschen ertranken in dem Monat, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Zuletzt wurden im Hitzesommer 2003 mehr Badetote im Juni gezählt – damals ertranken 107 Menschen.Die Warnung betrifft vor allem Männer: »Über 90 Prozent der Todesopfer im Juni waren männlich; unter den jungen Leuten sogar alle«, sagte Vogt. »Wir appellieren deshalb besonders an Jungen und Männer, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten.« Sie betonte: »Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen – aber das Leben zu verlieren.« 2025 waren vier von fünf Ertrunkenen laut DLRG männlich.
Viele Opfer sind jungDie meisten Opfer im Juni waren jung – 40 von ihnen waren nicht älter als 30 Jahre. Immerhin 35 Verunglückte bekannten Alters waren über 50 Jahre alt. Die meisten tödlichen Unglücke ereigneten sich im Juni in Seen und Flüssen – in Schwimmbädern, in Kanälen und im Meer starben weniger Menschen.Wie es zu den tödlichen Unfällen kam? Die Auswertung im Juni zeige bekannte Muster, befanden die DLRG-Retter: Viele Menschen unterschätzen demnach Gefahren, vor allem die Strömung und den Temperaturunterschied beim Sprung ins Wasser. Dazu kommt, dass viele Menschen schlechte Schwimmer seien, außerdem sorgten Selbstüberschätzung, Sprünge in zu flache und trübe Gewässer sowie medizinische Notfälle für Gefahr.










