PfadnavigationHomePanoramaDLRG-BerichtIm Juni gab es so viele Badetote wie seit 23 Jahren nicht mehrStand: 11:28 UhrLesedauer: 2 MinutenIm Juni sind in Deutschland so viele Menschen ertrunken wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft meldet für den vergangenen Monat mindestens 99 Badetote.261 Menschen sind bislang in diesem Jahr in Deutschland beim Baden in deutschen Gewässern ertrunken. Besonders der Juni sticht mit mehr als 100 Opfern hervor – so viele wie seit 2003 nicht mehr.In deutschen Gewässern sind in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres mehr Menschen ertrunken als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Badetoten stieg auf 261 – das waren 15 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Die meisten Badetoten gab es in Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. In Niedersachsen sank die Zahl leicht.Vor allem seit Beginn der Badesaison gab es deutlich mehr tödliche Unfälle, zwischen Anfang Mai und Ende Juli ertranken allein 189 Menschen. Das waren so viele Badetote wie seit 2019 nicht mehr – damals kamen in dem Zeitraum sogar 220 Menschen ums Leben. Besonders im vergangenen Juni kam es zu einem „dramatischen Anstieg“ an Unfällen, wie DLRG-Präsidentin Ute Vogt sagte. „Über 100 Opfer gab es im Monat Juni zuletzt im Jahr 2003.“Lesen Sie auchIn den ersten sieben Monaten ertranken wieder deutlich mehr junge Menschen zwischen 11 und 30 Jahren, ihre Zahl stieg von 49 im Vorjahreszeitraum auf 75. Die allermeisten von ihnen waren männlich – immerhin 95 Prozent.Laut DLRG-Präsidentin Vogt ist leichtsinniges Verhalten in Verbindung mit Alkohol oder Drogen der Grund für die Häufung von Badeunfällen unter jungen Männern. „Andere können nicht oder kaum schwimmen und begeben sich völlig unnötig in Lebensgefahr.“ Auch im Gesamtüberblick aller Altersgruppen betrug der Anteil männlicher Opfer 85 Prozent.Rund 90 Prozent der Todesfälle seien in frei zugänglichen Gewässern im Inland passiert, hieß es. So hätten in Seen und Teichen 118 Menschen ihr Leben verloren, 90 Todesfälle hätten sich in Bächen und Flüssen ereignet und 17 in Kanälen. In der Ostsee kamen laut DLRG 14 Menschen ums Leben. In Schwimmbädern kamen ebenfalls 14 Menschen zu Tode. „Die Zahlen zeigen wieder einmal, dass es besonders dort lebensbedrohlich wird, wo zumeist keine Rettungskräfte vor Ort sind, die im Notfall schnell Hilfe leisten können“, sagte Vogt.dpa/nw
Im Juni gab es so viele Badetote wie seit 23 Jahren nicht mehr - WELT
261 Menschen sind bislang in diesem Jahr in Deutschland beim Baden in deutschen Gewässern ertrunken. Besonders der Juni sticht mit mehr als 100 Opfern hervor – so viele wie seit 2003 nicht mehr.














