Berlin schwitzt. Das Sommerhoch presst die Temperaturen Richtung 40 Grad, die Nächte bleiben tropisch, und an Schlachtensee, Wannsee und Müggelsee sieht es aus wie auf einem überbuchten Handtuch-Festival.Wer an den See denkt, denkt an Abkühlung. Manche denken auch an den sagenhaften Riesen-Wels, der angeblich in der Tiefe lauert. Dabei sind die echten Gefahren stiller, unsichtbarer und meistens hausgemacht.Hier sind die fünf, die zählen. Und am Ende der Fisch, der seinen Ruf nicht verdient hat.
1. Der Sprung, der das Herz verwirrt
Die gefährlichste Bewegung am See ist ausgerechnet die, die am meisten Spaß macht: der beherzte Hechtsprung vom Steg.Wer aufgeheizt in 18 Grad kühles Wasser springt, schickt seinen Kreislauf in eine Notlage. Die DLRG nennt das den Kälteschock, und er hat nichts mit langsamer Unterkühlung zu tun.In den ersten Minuten geraten zwei Reflexe aneinander. Der eine bremst den Herzschlag, der andere jagt den Puls hoch. Das Herz weiß dann buchstäblich nicht mehr, was es tun soll, und kann stehen bleiben.
Eiskalt muss das Wasser dafür nicht sein. Laut DLRG-Medizinern reichen 12 bis 16 Grad, und es trifft auch durchtrainierte junge Leute. Tödlich werden kann das binnen zwei Minuten.Die Lösung ist unspektakulär: vorher abduschen, langsam reingehen, dem Körper ein paar Sekunden gönnen. Der Se läuft nicht weg.













