PfadnavigationHomePolitikDeutschlandVertrauliche UnterlagenBis zu 7,2 Milliarden Euro – Staatseinstieg bei KNDS wird teurer als erwartetStand: 22:40 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Bundesregierung will mit 40 Prozent beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS einsteigen. „Deutschland will mitreden können und diese Schlüsseltechnologie nicht den Franzosen allein überlassen“, so Gerhard Hegmann.Der Bund prüft den Einstieg bei KNDS – und könnte dafür deutlich mehr zahlen, als das eigene Gutachten nahelegt. Während eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Panzerbauer mit bis zu 17,4 Milliarden Euro bewertet, steht ein deutlich höherer Kaufpreis im Raum.Der Bund muss nach Informationen des „Spiegel“ bis zu 7,2 Milliarden Euro für den Einstieg beim Panzerhersteller KNDS zahlen. Das geht aus vertraulichen Unterlagen hervor, die die Bundesregierung den Haushältern des Bundestages zur Verfügung gestellt hat. Am Freitag soll der Haushaltsausschuss über den Kauf von 40 Prozent der Anteile an dem deutsch-französischen Unternehmen abstimmen.Das federführende Bundeswirtschaftsministerium hat in den vergangenen Monaten über den Einstieg mit den Eigentümerfamilien verhandelt, die den deutschen Unternehmensteil besitzen. Ihre restlichen Anteile sollen, zusammen mit Anteilen der französischen Seite, im Juli an die Börse gebracht werden.Lesen Sie auchDer Kaufpreis für die 40 Prozent an KNDS ist noch nicht fix. Bund und Eigentümerfamilien haben sich auf „eine Kaufpreisformel für den Erwerb von 40 Prozent der Anteile an KNDS NV geeinigt“, welche auf dem Ausgabepreis der Aktien „zuzüglich eines marktüblichen Paketaufschlags basiert und außerdem die Kursentwicklung der Monate nach IPO berücksichtigt“. So heißt es in einer vertraulichen Vorlage an die Haushälter, die dem „Spiegel“ vorliegt.Die Parlamentarier dürften sich in der Sondersitzung des Ausschusses dafür interessieren, ob der Kaufpreis gerechtfertigt ist. Dafür finden sie in den geheimen Unterlagen Anhaltspunkte. Einer ist der Wert von KNDS, den die Bundesregierung von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC schätzen ließ. Sie kam dabei offenbar auf einen Unternehmenswert von 13,4 bis 17,4 Milliarden Euro. Das ist weniger als die Einschätzungen, die auf Unternehmensseite kursieren.Lesen Sie auchBei einem Firmenwert von 13,4 Milliarden Euro wären die Anteile von 40 Prozent etwas mehr als fünf Milliarden Euro wert, bei einem Firmenwert von 17,4 Milliarden Euro wären es knapp sieben Milliarden Euro. Würde der Staat am Ende 7,2 Milliarden Euro zahlen, wäre das mehr als der von seinem Gutachter veranschlagte Firmenwert.Lesen Sie auchKontrovers diskutiert werden könnte auch ein anderer Kostenpunkt, der in der vertraulichen Haushälterunterlage steht. Demnach soll der Deal als sogenanntes Zuweisungsgeschäft über die KfW abgewickelt werden. Für die Beteiligungsverwaltung werden Kosten von 350 Millionen Euro jährlich veranschlagt.nw
Vertrauliche Unterlagen: Bis zu 7,2 Milliarden Euro – Staatseinstieg bei KNDS wird teurer als erwartet - WELT
Der Bund prüft den Einstieg bei KNDS – und könnte dafür deutlich mehr zahlen, als das eigene Gutachten nahelegt. Während eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Panzerbauer mit bis zu 17,4 Milliarden Euro bewertet, steht ein deutlich höherer Kaufpreis im Raum.













