Er kommt spät, aber nicht leise. Als Abelardo de la Espriella hinter einer gepanzerten Scheibe auf die Bühne tritt, reißen seine Anhänger die Arme hoch. Hinter ihm leuchtet eine gigantische Videowand. Vor ihm ein Meer von Handybildschirmen, kolumbianischen Flaggen und gelben Nationaltrikots. Auch er trägt eines, wie ständig in den letzten Tagen des Wahlkampfs. Aus den Lautsprechern dröhnt sein Wahlkampfsong, den selbst die Kinder längst mitsingen können. Feuerwerk erleuchtet den Nachthimmel. „Kolumbien, hier ist dein Tiger! Kolumbien, hier ist dein Präsident!“, ruft De la Espriella. Der Jubel mischt sich mit dem Hupen von Vuvuzelas. „Presidente! Presidente!“, schreit die Menge zurück.
Abelardo de la Espriella: Kolumbiens neuer Präsident triumphiert
Abelardo de la Espriella verspricht Kolumbien Ordnung und Härte. Schon in der Wahlnacht zeigt sich, wie gespalten das Land unter dem neuen Präsidenten bleibt.












