Das heißt, Sie glauben, es kommt gar nicht zu ernsthaften Verhandlungen?Die Lage ist zumindest aus Sicht der USA sehr unangenehm. Trump hat sich in eine Zwickmühle manövriert. Wenn er wirklich nur das umsetzt, was in dem 14-Punkte-Plan steht, dann wird er mit den klassischen „Falken“ in seiner Partei großen Ärger bekommen. Und wenn er das nicht macht, um den Ärger mit ihnen zu vermeiden, und die Verhandlungen platzen lässt oder gar den Krieg wieder aufnimmt, dann werden die Energiepreise in den USA vor den Zwischenwahlen im November nicht auf das Niveau sinken, das er für einen Wahlsieg seiner Partei im Kongress braucht. Ich beneide Trump nicht um seine Lage, ich will aber auch nicht leugnen, dass da eine gewisse Schadenfreude mitschwingt.
Herfried Münkler: „Die USA erleben einen zweiten Vietnam-Moment“
Der Politologe sieht die USA als Verlierer des Iran-Kriegs. Das Mullah-Regime sei gestärkt und die Autorität Washingtons geschwächt – mit verheerenden Folgen für die geopolitische Lage.











