Weil es in der ersten Woche der Fußball-Weltmeisterschaft nicht nur in New York City immer wieder um amerikanischen Basketball gegangen ist, soll es auch in dieser Kritik der Fußball-Weltmeisterschaft noch mal um amerikanischen Basketball gehen. Dort sagt man: Eine Play-off-Serie hat nicht begonnen, bis eine Mannschaft ein Auswärtsspiel gewonnen hat. Im Fußball könnte man sagen: Eine WM hat nicht begonnen, bis ein Favorit ausgeschieden ist. Womit man dann schon bei der großen Gefahr wäre, die die bisher größte WM birgt: Bis sie beginnt, könnte es wirklich lange dauern.Es gibt Gründe, sehr gute sogar, warum eine WM mit 48 Mannschaften ein Gewinn ist. Sie ist, wie Männerfußball auch ansonsten sein sollte: diverser und inklusiver. Diese Gründe gelten deswegen auch dann, wenn man glaubt, die eigentlichen zu kennen, aus denen der internationale Fußballverband seine wichtigste Veranstaltung vergrößert hat (mehr Geld für die FIFA-Mitgliedsverbände = mehr Stimmen für den FIFA-Präsidenten). Und ist es nicht trotz Gianni Infantino, trotz Donald Trump, trotz der Welt, für die sie stehen, irgendwie schön zu wissen, dass die Welt nun weiß, wer Vozinha ist, der Torhüter von Kap Verde, der in seinem Strafraum die Invasoren aus Spanien aufgehalten hat?