Stand: 23.06.2026 • 10:57 Uhr
48 Teams, 104 Spiele, riesige Distanzen: Die WM 2026 in Nordamerika dürfte zur klimaschädlichsten Fußball-WM aller Zeiten werden. Warum Fachleute Alarm schlagen - und welche Alternativen sie sehen.
Von Martin Thiel, SWR
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist größer als alle bisherigen: mehr Mannschaften, mehr Spiele, mehr Reisen über einen ganzen Kontinent. Gleichzeitig verspricht die FIFA, ihre CO2-Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2040 klimaneutral zu sein. Fachleute sehen darin einen grundlegenden Widerspruch.
Karim Abu-Omar vom Lehrstuhl für Sportwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg spricht von einem klaren Bruch mit der Nachhaltigkeit. "Die Spielstätten sind sehr weit auseinander. Man kann nicht hingucken, man kann nicht weggucken - es ist ein bisschen wie ein Autounfall", sagt er. "Und die große Frage ist: Können wir uns das leisten aus planetarer Sicht, aus Klima-Sicht? Ich würde sagen ganz klar nein."






