Sponsored TopicSeit über 35 Jahren führen die Neffen von Richard Sprüngli das Familienunternehmen: Milan Prenosil als Verwaltungsratspräsident, Tomas Prenosil als CEO. Ein Gespräch über die Zukunft, Innovationen und den ständigen Startup-Modus.Erstellt im Auftrag von Sprüngli14.06.2026, 17.29 UhrTradition als Fundament, Veränderung als Prinzip: Tomas und Milan Prenosil (von links).Confiserie SprüngliDieser Artikel ist im Rahmen der NZZ-Verlagsbeilage «190 Jahre Sprüngli» vom 14. Juni 2026 erschienen. Sponsored Topic realisiert durch NZZ Story Lab im Auftrag von Sprüngli. Der Auftraggeber trägt die redaktionelle Verantwortung für diesen Beitrag. Hier geht es zu den NZZ-Richtlinien für Native Advertising.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.190 Jahre Sprüngli – staunen Sie selbst manchmal über diese Zahl?Milan Prenosil (MP): Jeden Tag! Es ist unglaublich, was unser Familienunternehmen seit 1836 alles erlebt hat. Wir sind dankbar, dass wir diese Generationenreise miterleben und auch mitprägen dürfen.Zu Sprüngli hat jeder eine Meinung. Warum berührt Sprüngli die Menschen seit Generationen?Tomas Prenosil (TP): Unsere Produkte sind Genussmittel und damit etwas Hochemotionelles. Viele verbinden Sprüngli mit Erinnerungen, familiären Ritualen, dem Einkauf mit dem Grossvater. Gerade in unserer technisierten Welt sind es diese Emotionen, die zählen.Die Welt verändert sich, Zürich verändert sich. Wohin geht Sprüngli?TP: Strategisch entscheidend ist weiterhin eine klare Differenzierung. Wir arbeiten nicht industriell, sondern in Handarbeit mit sehr empfindlichen Rohstoffen. Ginge man Kompromisse ein, würden wir vergleichbar werden. Das darf auf keinen Fall passieren.MP: Hinzu kommt, dass wir konsequent in Qualität investieren, von der Produktion bis hin zur Infrastruktur. Unsere Produkte werden in der Schweiz und unter sehr hohem Standard gefertigt, das prägt auch den Preis. Stetige Innovation bedeutet für uns, das Bestehende konsequent weiterzuentwickeln und Erlebnisse zu schaffen, die unsere Kunden überraschen und begeistern.Die Welt wird zunehmend komplexer, vor welchen Herausforderungen stehen Sie?MP: Unser Markt wird immer anspruchsvoller. Fachkräftemangel, steigende Kosten und die Digitalisierung beschäftigen uns sehr. Es wird in den nächsten Jahren vor allem darum gehen, Fachleute auszubilden, attraktive Bedingungen für junge Menschen und ein Commitment zur Branche zu schaffen.Welche Rolle spielt Langlebigkeit in der kurzlebigen Welt von heute?TP: Langfristigkeit prägt unser Denken seit jeher. Ebenso wie Beständigkeit und gegenseitige Wertschätzung zwischen uns und unseren Kunden. Wir wollten nie kurzfristig maximieren, da waren wir uns immer einig.MP: In den letzten 35 Jahren gab es zahlreiche Versuchungen für ein Wachstum im grossen Stil. Unser Ziel aber war immer die Expansion in der Nische. Ebenso, wie unabhängig und damit unseren Werten treu zu bleiben.Wie gelingt Ihnen der Spagat zwischen Tradition und Innovation?MP: Man darf nicht in der Vergangenheit verharren, aber traditionelle Handwerkskunst und über Generationen verfeinerte Rezepte bilden das Fundament, um sich weiterzuentwickeln. Entscheidend waren in unserer Geschichte immer Menschen mit Unternehmergeist, mit Offenheit für Veränderung und die Bereitschaft, auch neue Technologien anzunehmen. Sprüngli war schon immer technologieaffin. Der erste Strom in Zürich, die ersten hydraulischen Lifte, die Telefonie, der frühe Internetauftritt und heute Social Media und TikTok. Es geht darum, auch die junge Generation zu erreichen. Wir sind eigentlich seit 35 Jahren im Startup-Modus.Neu sind auch die Jubiläumskollaborationen mit verschiedenen Marken. Auch ein neuer Weg?TP: Richtig. Wir wollten unser Jubiläum mit anderen Schweizer Traditionshäusern zusammen feiern. Grossartige Unternehmungen, die von Persönlichkeiten geführt werden, mit denen wir unsere Werte und Sympathien teilen. Gerade im Jubiläumsjahr ist das eine schöne Möglichkeit, unsere Geschichte neu zu ehren und mit neuen Impulsen zu verbinden.Ist verändertes Konsumverhalten ein Thema für Sprüngli?TP: Wir beobachten eine zunehmend bewusste und differenzierte Genusskultur. Unsere Kundschaft legt vermehrt Wert auf Herkunftstransparenz sowie nachhaltige Beschaffung. Gleichzeitig sind unsere Kunden aber auch offen für neue Kreationen und Aromen.Inwiefern tangiert Sie die Diskussion rund um Zucker?TP: Wir sind «Zuckerbäcker» und werden auch in Zukunft unsere Spezialitäten mit diesem Schweizer Rohstoff herstellen. Was aber auch ohne Zucker möglich ist, zeigt unsere Grand-Cru-Absolu-Schokolade. Neuerdings auch in Form einer Tafelschokolade, oder die Grand Cru Bâtons, die ausschliesslich mit dem natürlich süssen Fruchtsaft der Kakaofrucht gesüsst sind.Wird die Handarbeit eines Tages bei Sprüngli verhandelbar sein?MP: Nein, denn das Handwerk ist seit der Gründung tief in unserer Unternehmens-DNA verwurzelt und nicht verhandelbar – auch nicht in Zukunft.Sie beide sind schon lange ein Führungsteam. Gibt es da auch Kontroversen?MP: Ich würde sagen, wir sind auf einer Linie und haben eine gute Streit- und Diskussionskultur. Kompromisse, Zugeständnisse und Grosszügigkeitgehören dazu.TP: Im Laufe der Jahre hat sich eine grosse Stabilität entwickelt. Man kann sich aufeinander verlassen und wir verstehen uns nonverbal.Blicken wir zum Abschluss auf das 200-jährige Jubiläum in zehn Jahren. Was möchten Sie dann rückblickend sagen können?TP: Dass die Menschen weiterhin gerne zu Sprüngli kommen und möglichst viele Mitarbeitende noch bei uns sind.MP: Dass man unsere Produkte weiterhin liebt, positiv über unser Unternehmen spricht und dass wir auch das Glück haben, physisch und als Unternehmen noch da zu sein.Interview: Anka Refghi190 Jahre SprüngliDossier der VerlagsbeilageHier geht es zur Artikelsammlung.
Seit 35 Jahren im Startup-Modus: Sprüngli und die Kunst der Innovation
Seit über 35 Jahren führen die Neffen von Richard Sprüngli das Familienunternehmen: Milan Prenosil als Verwaltungsratspräsident, Tomas Prenosil als CEO. Ein Gespräch über die Zukunft, Innovationen und den ständigen Startup-Modus.









