Milan und Tomas Prenosil führen Zürichs bekannteste Edelconfiserie in der sechsten Generation. Ein Gespräch.Es ist ein kleiner Betrieb, den David Sprüngli im Jahr 1836 übernimmt: eine Zuckerbäckerei an der Marktgasse in der Stadt Zürich. Er nennt sie Confiserie Sprüngli & Fils – und legt damit den Grundstein für eine der bekanntesten Schokolademanufakturen der Schweiz.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Heute führt Sprüngli rund 30 Filialen. Ihren Hauptsitz hat die Edelconfiserie am Paradeplatz, eine der teuersten Adressen der Stadt. Dieses Jahr feiert Sprüngli sein 190-jähriges Bestehen. Milan und Tomas Prenosil, die Neffen von Richard Sprüngli, führen das Unternehmen in der sechsten Generation. Ihre Büros liegen über dem Café, das vor eineinhalb Jahren rundum erneuert wurde.Milan und Tomas Prenosil, bei der Hitze: Darf man Schokolade bei diesen Temperaturen in den Kühlschrank legen, oder ist das ein Sakrileg?Milan Prenosil: Das ist ganz klar ein Sakrileg. Bei diesem Thema sind wir sehr empfindlich. (Lacht.) Die optimale Temperatur für Schokolade liegt bei 16 bis 18 Grad. Kommt sie in den Kühlschrank, kristallisiert die Kakaobutter wegen des Temperaturunterschieds und der hohen Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank. Dann entsteht dieser graue Schleier. Geschmacklich ändert sich zwar nicht viel, aber optisch ist das natürlich nicht optimal.Tomas Prenosil: Am besten isst man Schokolade sofort. Ich habe in meinem Büro viele Produktemuster, die ich in einem Weinkühlschrank lagere. Das geht.Die Zahl der Hitzetage steigt seit Jahren. Was bedeutet das für ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft Schokolade ist?Milan Prenosil: Unser breites Sortiment hilft uns. Wir können auf die Hitze reagieren, Glace und leichtere Sachen wie Salate oder Sandwiches verkaufen sich gut. Aber natürlich sind diese heissen Sommer ein Problem. Die Kunden kaufen dann einfach weniger Schoggi. In der Branche laufen Diskussionen über Schokoladensubstitute, die hitzeresistenter sein sollen. Aber man muss sich schon die Frage stellen, ob man jeden Trend mitmachen will. Es ist ein bisschen wie beim Fleisch: Da haben sich Ersatzprodukte auch nicht durchgesetzt.Bei Sprüngli denken die meisten Leute an Truffes und Luxemburgerli. Wie viel Zeitgeist kann sich eine solche Traditionsmarke erlauben?Milan Prenosil: Auf kurzfristige Hypes springen wir nicht auf. Als die Dubai-Schokolade aufkam, sagten wir uns: Da machen alle mit, darum verzichten wir. Wir haben dann aber eine Bruchschokolade mit ganzen Pistazien und eine Pistazienpatisserie entwickelt, um das Thema aufzugreifen, aber eben auf unsere eigene Art.Milan (links) und Tomas Prenosil leiten Sprüngli seit über 30 Jahren gemeinsam. «Wir sind beide eher dominante Typen», sagt Tomas Prenosil.Tomas Prenosil: Die Dubai-Schokolade ist meiner Meinung nach das Innovativste, was die Branche in den letzten Jahren herausgebracht hat. Lindt hatte damit einen Riesenerfolg. Auf diesen Zug auch noch aufspringen zu wollen, wie das viele machten, war für mich zu banal. Wir haben andere Ideen in der Pipeline, die demnächst spruchreif werden.Milan Prenosil: Unsere Kundschaft ist offen für Neues. Das sehen wir im Café am Paradeplatz, wo wir während des Umbaus einen Gourmet-Hotdog anboten. Er war so beliebt, dass wir ihn im Menu beliessen.Brüderpaar in der Geschäftsleitungheu. Milan (63) und Tomas Prenosil (60) führen die Confiserie Sprüngli gemeinsam in sechster Generation. Beide studierten Jura an der Universität Zürich. 1994 übernahmen sie die operative Führung von ihrem Onkel Richard Sprüngli. Tomas Prenosil war zuerst Produktionsleiter, Milan Prenosil Vertriebsleiter. Heute ist Tomas Prenosil CEO von Sprüngli, sein Bruder amtet als Verwaltungsratspräsident. Das Unternehmen ist unabhängig vom Schokoladenproduzenten Lindt & Sprüngli, der seinen Sitz in Kilchberg hat.Ihr Unternehmen feiert dieser Tage sein 190-jähriges Bestehen. Was ist Ihre erste Erinnerung an Sprüngli?Tomas Prenosil: Mein Bruder und ich sind in Prag geboren und kamen als Buben in die Schweiz. Unsere Tante, die Frau von Richard Sprüngli, holte uns mit einer Zitronentorte am Flughafen ab. Da war ich 4 Jahre alt. Diese Torte hat mich 50 Jahre lang begleitet. Derzeit haben wir sie nicht im Sortiment. Aber sie kommt wieder.Milan Prenosil: Ich habe als Sechsjähriger von unserem Onkel Richard einen riesigen Schokoladeosterhasen bekommen, den ich sehr beeindruckend fand.Wie ist es, als Teil einer Schokoladendynastie aufzuwachsen?Milan Prenosil: Für mich fühlte es sich immer sehr natürlich an – auch wenn mir in der Primarschule niemand geglaubt hat, als ich davon erzählte. Später haben wir unser erstes Sackgeld bei Sprüngli verdient. Meinen ersten Job hatte ich bei der Fertigstellung der Erdbeertörtli in der Backstube. Bödeli ausstreichen, Vanillecrème einfüllen, mit Erdbeeren bedecken, von Hand bestreichen und zum Abschluss ein Tupfer Rahm. Unvergesslich!Tomas Prenosil: Wir wurden dort eingesetzt, wo wir nichts kaputtmachen konnten – etwa in der Anlage, wo die Produkte mit Couverture überzogen werden, oder in der Logistik. Als ich den Führerschein hatte, brachte ich ab und zu frühmorgens Dreikönigskuchen zu Gartenbau Spross in Altstetten. Dort diskutierten wir dann über Politik. Als Student ass ich oft im Café am Paradeplatz zu Mittag. Das war ein Privileg. So wuchs die Identifikation mit dem Unternehmen über Jahre.Seit fast 170 Jahren hat Sprüngli den Hauptsitz am Paradeplatz. Die Liegenschaft ist viele Millionen wert – und soll in Familienbesitz bleiben.War es von Anfang an gesetzt, dass Sie beide eines Tages das Geschäft übernehmen würden?Milan Prenosil: Nein, überhaupt nicht. Unsere Eltern waren beide Ärzte. Ich war immer vielseitig interessiert und hätte mir auch vorstellen können, Mediziner, Berufsoffizier oder gar Journalist zu werden. Als junger Mann habe ich fast ein Jahr in Boston gelebt. Ich wäre sehr gerne länger geblieben und hätte gerne in den USA studiert, musste aber zurück in die Schweiz. Als mich mein Onkel 1991 fragte, ob ich ins Unternehmen einsteigen wolle, war ich 29 Jahre alt. Ich wusste von Anfang an, dass ich damit eine Verpflichtung eingehe.Tomas Prenosil: Ich wollte eigentlich in die weite Welt hinaus. Aber dann stand in der Produktion eine Pensionierung an. Mein Onkel hat zu mir gesagt: Du hast eine Woche Zeit zum Überlegen. Ich habe dann zugesagt und 10 Jahre lang die Produktion geleitet. Danach ging ich ein Jahr in die USA. Als ich zurückkam, gab es eine Reorganisation im Unternehmen, die es mir erlaubt hat, meine Funktion als CEO zu finden.Wie sah die aus?Tomas Prenosil: Das Verwaltungsratspräsidium und die Geschäftsleitung wurden voneinander getrennt. Dieser Schritt war wichtig, damit Milan und ich einander nicht ständig dreinreden. Es war ein langer Prozess und manchmal schwierig. Wir sind beide eher dominante Typen.Zwei Alphatiere als Chefs – wie oft geraten Sie aneinander?Tomas Prenosil: Früher ab und zu, jetzt kaum mehr. Er hat seine Aufgabe, ich meine. Eine gewisse Grosszügigkeit gehört dazu, damit es klappt. Wir kontrollieren uns nicht gegenseitig, etwa, wer wie viel arbeitet. Aber ohne die Trennung wäre es nicht gut gekommen.Milan Prenosil: In der Tat!Tomas Prenosil: Mit der heutigen Struktur arbeiten wir sehr gut zusammen – ich als CEO, Milan als Präsident des Verwaltungsrats. Inzwischen leiten wir das Geschäft seit über 30 Jahren.Ist es als Sprüngli-Erbe ein Vor- oder ein Nachteil, wenn man nicht Sprüngli heisst?Milan Prenosil: Ich habe das immer als Vorteil empfunden, weil man lange anonym und unbeschwerter leben konnte. Zudem habe ich mich nie über ein Erbe definiert, welch ein schweres Wort, sondern über meine Aufgabe und Verantwortung.Tomas Prenosil: Wir sehen uns auch nicht als Sprüngli-Erben. Erstens heissen wir nicht so. Und zweitens klingt es so schwer. Nach etwas, das auf einem Grabstein steht.Ihr Onkel Richard Sprüngli war 40 Jahre lang Sprüngli-Chef. Wie lange hat er sich noch ins Geschäft eingemischt?Milan Prenosil: Von ihm kann sich jeder Patron eine grosse Scheibe abschneiden: Er hat sich 1994, als wir übernahmen, sofort aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Zwar blieb er noch 10 Jahre lang Verwaltungsratspräsident, aber er hat uns machen lassen.Tomas Prenosil: Unser Onkel war sehr konsequent und verantwortungsbewusst, auch den Mitarbeitern gegenüber. Er dachte in Generationen. Am Anfang hat er uns schon beobachtet, und das zu Recht. Da kamen zwei Jungs, die keine Ahnung hatten von Unternehmensführung oder Luxemburgerli. Hätten wir unsere Leistung nicht gebracht, er hätte uns rausgeschmissen.Milan Prenosil: Halb Zürich hat auf uns geschaut. Aber ich muss sagen, ich habe mich nie über Sprüngli als ein Vermächtnis definiert.Das erstaunt, ausgerechnet bei einem Familienunternehmen mit so langer Geschichte.Milan Prenosil: Selbstverständlich denken auch wir langfristig. Aber der Grundsatz, ein Vermächtnis weiterführen zu wollen, hält einen gefangen und macht schwerfällig. Das passt nicht zu Sprüngli, wir sind gerne innovativ.Gewisse Traditionen halten sich aber hartnäckig: Im Verkauf arbeiten nur Frauen, oder?Milan Prenosil: Nein, das stimmt so nicht.Tomas Prenosil: Bis vor gut 20 Jahren beschäftigten wir tatsächlich ausschliesslich Frauen in Verkauf und Gastronomie. Das hat historische Gründe: Die Männer waren früher in der Backstube, Frauen haben verkauft. Diese Nostalgie habe ich als sehr differenzierend empfunden, als Eigenschaft von Sprüngli. Doch irgendwann wollten wir mit der Zeit gehen. Auch deshalb, weil gemischte Teams harmonischer zusammenarbeiten.Der Hauptsitz von Sprüngli befindet sich seit fast 170 Jahren am Paradeplatz . . .Milan Prenosil: Der Paradeplatz ist seit je die Energiezentrale von Sprüngli. Er hat dafür gesorgt, dass unsere Marke national und international bekannt wurde. Der Platz hat sich jedoch massiv verändert, vor allem durch den Wegfall vieler Arbeitsplätze in der Finanzindustrie. Zudem scheinen immer weniger Zürcherinnen und Zürcher in die Innenstadt zu kommen – Shopping als Freizeitbeschäftigung scheint nicht nur in der Stadt Zürich an Stellenwert verloren zu haben.Sprüngli führt fast ausschliesslich Filialen in der Schweiz. Eine grosse Expansion sei nie das Ziel gewesen, sagen die beiden Chefs.Wirklich? An einem Samstagnachmittag ist es an der Bahnhofstrasse doch kaum auszuhalten, weil sie so voll ist mit Passanten.Milan Prenosil: Ja, aber unter der Woche gehen die Leute weniger zum Shoppen in die Stadt. Die Frequenz hat sich eher in die Shoppingcenter verlagert. Die Innenstadt ist auch wegen des Parkplatzabbaus weniger gut zugänglich. Zudem hat sich das Angebot verändert. Viele liebgewonnene Traditionsgeschäfte haben aufgegeben. Meine Hoffnung ist, dass der Paradeplatz wieder einen Aufschwung erlebt, wenn der neue Finanzcampus der UBS mit rund 4000 Arbeitsplätzen seinen Betrieb aufnimmt.Tomas Prenosil: Historisch gesehen war der Paradeplatz im 17. Jahrhundert ein Viehmarkt, der damals Säumärt hiess. Wegen der Nähe zum Zeughaus wurde er 1865 in Paradeplatz umbenannt. Hier wurde immer Handel getrieben. Corona und neue Technologien haben die Bedeutung dieses Platzes stark verändert. Heute fliesst viel mehr Energie in den Onlinehandel, der gewaltige Umsätze verzeichnet. Auf der anderen Seite wird der stationäre Handel in Städten politisch gerade noch toleriert und ist ideologischen Einflüssen stark ausgesetzt. Schauen Sie sich nur die Diskussion um den Sonntagsverkauf an, der weiterhin stark eingeschränkt bleibt – weltfremder geht es nicht mehr. Ich sehe aber noch ein anderes Problem.Nämlich?Tomas Prenosil: Früher gehörten die meisten Liegenschaften an hoch frequentierten Lagen Privaten. Die Geschäfte darin mussten keinen Topumsatz erzielen. Heute sind viele dieser Immobilien in institutionellen Händen. Banken, Versicherungen, die auf maximale Rendite aus sind. Dadurch drohen die Innenstädte zu veröden. Bestes Beispiel ist der Franz Carl Weber, der vor 10 Jahren die Bahnhofstrasse wegen zu hoher Mieten verlassen musste. Heute ist dort ein Auto-Showroom, der nichts zum urbanen Leben beiträgt.Was bedeutet diese Entwicklung für Ihre Läden? In den letzten Jahren wurden neue Filialen in Aarau, Luzern und Zermatt eröffnet, aber keine in Zürich.Tomas Prenosil: Schon unser Onkel hat sich in den sechziger Jahren gesagt: Wir müssen uns an den Knotenpunkten der Zukunft orientieren. Flughäfen, Bahnhöfe, überall dort, wo viele Menschen sind. 1970 eröffnete er das erste Verkaufsgeschäft im Shoppingcenter Spreitenbach. Das war damals visionär, und wir halten bis heute an diesem Grundsatz fest. In Luzern sind wir in der Altstadt präsent, und die Filiale läuft sehr gut, obwohl noch vier andere Confiserien in der Nähe sind. Zermatt ist eine touristische Ganzjahresdestination und darum ebenfalls attraktiv.In der Stadt Zürich selbst kann Sprüngli also nicht mehr wachsen?Milan Prenosil: In Zürich haben wir heute ein dichtes Filialnetz an den besten Stadtlagen, in den Bahnhöfen und am Flughafen, somit sind da auch die Frequenz und das Wachstum von morgen vorhanden. Weitere Standorte in der Innenstadt sind schwierig zu finden, aber wenn sich Chancen ergeben, sind wir natürlich offen.Warum konzentrieren Sie sich eigentlich hauptsächlich auf die Schweiz? Abgesehen von Geschäften am Flughafen München ist Sprüngli im Ausland nicht präsent.Milan Prenosil: Eine grosse Expansion war nie unser Ziel. Dafür brauchte es Geld, von Banken oder Investoren, aber die verlangen dann Mitentscheidungsrechte. Wir erhalten immer wieder Angebote, lehnen sie aber alle ab. Wir arbeiten mit unseren eigenen Mitteln und setzen sie gezielt ein. Vor allem aber möchten wir unsere Eigenständigkeit und Qualität bewahren. Mit Masse geht das nicht.Tomas Prenosil: Als wir jünger waren, schauten wir gerne über die Grenze ins Ausland: nach Asien, in die USA, die arabischen Länder. Aber man muss sich entscheiden, was man will. Meine Erkenntnis nach 30 Jahren in der Branche ist: Wer Erfolg haben will, muss top positioniert sein, entweder mit Exklusivität oder Masse. Wir positionieren uns mit Qualität, Frische und Service. Wenn man diese Grundsätze sorgfältig pflegt, ist globales Wachstum nicht mit unserer Philosophie vereinbar.Weshalb nicht?Tomas Prenosil: Wer heute Confiserieprodukte in grösseren Volumen herstellen will, muss einerseits Kompromisse bei Rezepturen und vor allem den Rohstoffen machen. Andererseits wird oft tiefgefroren, um die Haltbarkeit zu strecken. Das entspricht nicht unserem Qualitäts- und Frischeverständnis. Wir frieren keine unserer Schokoladespezialitäten ein. Daran halten wir fest. Natürlich, die Schweiz als Produktionsstandort ist teuer, aber unsere strategische Positionierung lässt diesbezüglich keine solchen Schritte zu.Vor eineinhalb Jahren liessen Sie das legendäre Café und Restaurant am Paradeplatz komplett umbauen. Es sieht jetzt ganz anders aus. Wie gross war der Aufschrei?Milan Prenosil: Also, nach dem ersten Schock . . . Im Ernst: Wir haben nur ganz wenige negative Rückmeldungen erhalten. Die grosse Mehrheit unserer Kundinnen und Kunden hat sehr positiv reagiert. Aber der Umbau war tatsächlich ein Wagnis. Die Gastronomie ist weniger wirtschaftlich als unsere Filialen. Trotzdem haben wir investiert, weil wir an unsere Gastronomie glauben. Wir haben nun 16 Sitzplätze weniger, haben dafür die Infrastruktur und das Backoffice vergrössert und die Abläufe sowie das Lunchangebot stark verbessert.Tomas Prenosil: Wir haben ja nicht nur das Café und das Restaurant erneuert, sondern praktisch das ganze Haus. Es war eine Investition in die Zukunft und ein Bekenntnis zum Standort Paradeplatz.Die Liegenschaft befindet sich an allerbester Lage. Hatten Sie nie Verkaufsgelüste?Milan Prenosil: Solange wir leben, bleibt das Haus im Firmenbesitz.Tomas Prenosil: Viele Geschäftsmodelle sind über die Liegenschaften entstanden, in denen sie zu Hause sind. So auch bei uns. Sprüngli und der Paradeplatz sind miteinander verbunden. Eine Trennung von Immobilie und Unternehmen würde in den kommenden Generationen unser Geschäftsmodell mit hoher Wahrscheinlichkeit verunmöglichen.Und Sprüngli selbst – bleibt das Unternehmen in Familienhand? Sie sind 63 und 60 Jahre alt.Tomas Prenosil: Das ist unsere Vision. Wir haben eine Verantwortung, auch unseren Mitarbeitenden gegenüber. Eine Familie wirtschaftet anders als eine anonyme Gesellschaft. Persönlicher, langfristiger und nicht nur renditegesteuert.Milan Prenosil: Zu hundert Prozent! Wir arbeiten daran, das Geschäft an die nächste Generation übergeben zu können. Es ist jedenfalls nicht mein Ziel, mit 90 Jahren noch im Büro zu sitzen.Das Café wurde komplett erneuert und im November 2024 wiedereröffnet. «Der Umbau war ein Wagnis», sagt Milan Prenosil.Passend zum Artikel
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