Liebe Leserin, lieber Leser,für Heile-Welt-Stimmung ist in den Vorstandsetagen der deutschen Autoindustrie aktuell kein Raum. Das ist nur richtig so, lieferten die Konzerne zuletzt doch arg bedenkliche Ergebnisse ab. Dass zwei Drittel der absoluten Topkräfte des Volkswagen-Konzerns den Autobauer sogar in seiner Existenz bedroht sehen, zeigt: Illusionen macht sich dort niemand. Erkenntnis soll ja der erste Schritt zur Besserung sein. Mit dem Verändern tut man sich bei Volkswagen aber offenbar schwer. Denn so einig sich die Vorstände über die gefährliche Lage des Konzerns sind, so uneinig scheinen sie sich darüber zu sein, wie man den Autobauer wieder aus der Krise manövriert.

Da hilft es nicht, wenn im Hintergrund die größten Aktionäre mit immer mehr Missfallen, aber wenigen Ideen agieren. Ebenso wenig hilft, dass jetzt auch noch ein anderer Hersteller wankt, der bis dato als stabilster deutscher Autopfeiler galt: BMW musste dieser Tage seine Prognose gewaltig nach unten korrigieren – und fällt nicht nur als Vorbild für andere erst mal aus, sondern zog auch die Aktien der Konkurrenz gleich mit nach unten.

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