Liebe Leserin, lieber Leser,wenn heute in Wolfsburg der Volkswagen-Aufsichtsrat über die „Group Target Pictures“ berät, wird Großes erwartet: Konzernchef Oliver Blume (58) will weltweit 50.000 zusätzliche Jobs aus dem System nehmen und vier Werke auslaufen lassen, er will die Marke VW und die Komponentenwerke in eigene Gesellschaften packen. Die Arbeitnehmervertreter wollen – stark vereinfacht – all das nicht.

Entsprechend engagiert diskutierten die zentralen Figuren des Aufsichtsrats wohl bereits in den vergangenen Tagen; heute Morgen geht es weiter. Eine mehrseitige Beschlussvorlage soll auf den Tisch. Dass alles durchkommt, scheint ausgeschlossen. Aber vielleicht findet man starke erste Ergebnisse: eine neue Struktur im Vorstand etwa, mit mehr Macht für die Zentrale? Ankündigungen, die ein oder andere Tochter zu verkaufen? Mehr Zeit für die Werke, um die gesetzten Kostenziele zu erreichen?

Bei den „Belief Audits“, einer Umfrage unter den Konzernmächtigen, sah eine deutliche Mehrheit der Aufsichtsräte Volkswagen als „existenzgefährdet“ – auch die Arbeitnehmer sind sehr besorgt über die Zukunft. Jetzt müssen sie den gemeinsamen Weg finden. Im Zweifel in einigen Sitzungen mehr.Zum Eingrooven hier noch einmal die exklusiven mm-Storys im Vorfeld der Sitzung: die erstaunlich ehrlichen Ergebnisse der Belief Audits – und Oliver Blumes Plan für einen neuen Volkswagen-Konzern .