Liebe Leserin, lieber Leser,in Deutschlands Autoindustrie grassiert die Abstiegsangst. Einige VW-Granden erfahren gerade am eigenen Leib, wie es sich anfühlt, wenn aus der Angst Realität wird. Der VfL Wolfsburg ist erstmals aus der Fußballbundesliga abgestiegen. Im Aufsichtsrat der „Wölfe“ sitzen mit Oliver Blume (57), Hans Dieter Pötsch (75), Daniela Cavallo (51) und Sebastian Rudolph (49) auch einige der mächtigsten Volkswagen-Köpfe. Die Liga trotz zig VW-Millionen und einem der größten Budgets nicht zu halten, das bietet Stoff für manche „Fuck-up-Session“ auf kommenden Managementkonferenzen.
Weiter südwestlich, in Stuttgart, dürfte die fußballerische Stimmungslage nicht ganz so trostlos sein; dass der VfB das DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München verlieren würde, damit musste man rechnen. Gegen ein bisschen Party hätten sie im Ländle aber sicher nichts gehabt. Die stolze einheimische Wirtschaft liefert auch in Stuttgart kaum noch Anlass zum Feiern, ob Mercedes, Porsche, Bosch oder Mahle, überall schlägt der Sparhammer zu. Umso schlimmer, dass sich nicht nur die Stuttgarter Autoindustrie verfahren hat. Die Bahn macht sich mit Deutschlands bizarrstem Bahnhofsprojekt in der Schwaben-Metropole seit Jahren zum Gespött. Und es geht immer noch schlimmer. Neue Tiefpunkte für den Tiefbahnhof Stuttgart 21 liefert eines unserer Themen der Woche:








