Liebe Leserin, lieber Leser,seit diesem Dienstag will die Bundesregierung die Elektromobilität auch offiziell wieder mit direkten Subventionen für Privatkäufer anschieben. Vieles daran ist bizarr. So forderten Kanzler Friedrich Merz (70) und CSU-Chef Markus Söder (59) zuletzt von der EU lautstark mehr Freiheiten für Verbrenner. Der Absatz von Elektroautos zog derweil auch ohne Prämie immer weiter an – und ausgerechnet jetzt es: viel Staatskohle für Strom.
Wenig profitieren dürfte davon Audi-Chef Gernot Döllner (57). Der hat in Deutschland nur wenige Privatkunden, Audi setzt einen wesentlich größeren Teil seiner Autos an Flottenkäufer ab. In China fällt es Döllners Leuten derweil schwer, überhaupt Abnehmer für Elektroautos zu finden. Und das ist bei Weitem nicht Döllners einziges Problem. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Themen der Woche:Warum der Druck auf Audi-Chef Gernot Döllner wächstWorauf der neue BMW-Boss setztWieso Autovermieter Europcar für Volkswagen immer teurer wirdWie die neue Aufsichtsratschefin Sabrina Soussan Continental umbaut
Thema der Woche: Audi-Chef Döllner unter Druck
Schwere Tage: Audi-Chef Gernot Döllner
Gernot Döllner (57) ist wohl der am meisten polarisierende Autoboss Deutschlands. Manche attestieren dem Audi-Chef die nötige Härte, um die Ingolstädter aus der Dauerkrise zu holen. Andere, teils sehr prominente Audianer, nehmen lieber Reißaus. Die Frage ist jetzt: Kann Döllner mit harter Hand auch harte Fakten schaffen? Probleme gibt es weiter genug. Ein E-Auto-Werk in China etwa ist für die Fertigung von bis zu 150.000 Fahrzeugen im Jahr ausgelegt. „Wir würden uns freuen, wenn die Zahl nicht vierstellig bliebe“, sagt ein Insider. Auch an anderen Stellen herrscht Alarm. Döllner will Audis Dauerbrenner A4 zu einem elektrischen Hightechmodell transformieren. Mein Kollege Michael Freitag weiß: Das Unterfangen droht aus dem Ruder zu laufen .










