Dieses Audio ist derzeit nicht verfügbar.
Der schwankende Riese von WolfsburgDie kriselnde Automobilindustrie rührt an ihre Tabus. Schließungen deutscher Werke bei Volkswagen? Längere Arbeitszeiten bei Mercedes, natürlich ohne Lohnausgleich (mehr hier )? Im Jahr 2026 scheint das bislang Undenkbare denkbar.
Volkswagen-Konzernzentrale in Wolfsburg
Bei Volkswagen gibt es Topmanager, die den Konzern als akut »existenzgefährdet« bezeichnen. Konzernchef Oliver Blume stellt seinem Aufsichtsrat heute Nachmittag einen Sanierungsplan vor. Details sind schon durchgesickert: Zehntausende Jobs möchte Blume zusätzlich abbauen und das Ende der Autoproduktion in vier Werken von VW und Audi bis spätestens Ende 2034 einläuten. Mehr als 40.000 Menschen arbeiten dort.Niemand erwartet, dass Blumes Kontrolleure seinen Sparplan einfach abnicken. Die Sitzung in Wolfsburg dürfte der Auftakt für monatelange Verhandlungen sein. Im Aufsichtsrat sitzt neben IG-Metall-Chefin Christiane Benner auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD). Eins der bedrohten Werke liegt in Hannover, keine 20 Minuten von der Staatskanzlei entfernt.
»Volkswagen war lange die Konsensmaschine der deutschen Industrie. Das ist jetzt offenbar vorbei«, schreibt mein Kollege Alexander Demling aus dem Wirtschaftsressort. »Selbst wenn Blume nur die Hälfte seiner Maßnahmen durchsetzt, wird Deutschlands größter Autokonzern in Zukunft völlig anders aussehen.« Das Endspiel hat begonnen.












