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1. Die VW-Chefs malen schwarzIn Wolfsburg sorgt ein 177-Seiten-Papier für helle Aufregung, ein Transformationskonzept der Beratungsfirma BCG. Darin wurden acht Konzernvorstände von Volkswagen, der heutige Porsche-Chef Michael Leiters sowie VW-Aufsichtsratsmitglieder in einer internen »Belief Audit«-Umfrage befragt. Sie zeichneten Ende 2025 ein deprimierendes Bild, wie mein Kollege Michael Freitag vom manager magazin exklusiv berichtet: Die Konzernspitze hält die Lage ihres Unternehmens mehrheitlich für extrem kritisch, sechs von neun Vorständen halten den Konzern sogar für existenzgefährdet. (Lesen Sie hier mehr.) Einig ist man sich primär darin, dass ein grundlegender Umbau des Geschäftsmodells nötig ist; das bisherige Prinzip, Autos in Deutschland zu entwickeln, in Europa zu bauen und weltweit zu verkaufen, gilt als überholt. Auch die Strategien für China und Nordamerika wurden einhellig als nicht nachhaltig bewertet.

Gleichzeitig herrscht Uneinigkeit über den Kurs: Im Vorstand wie im Aufsichtsrat wird der Zusammenhalt als schwach beschrieben. Wirtschaftlich bleibt die Lage angespannt, mehrere Marken schwächeln. CEO Oliver Blume treibt daher einen harten Sparkurs voran, stellt Werke infrage und plant Kostensenkungen in Milliardenhöhe sowie deutlich reduzierte Investitionen. Doch selbst zentrale Planungen und Beschlüsse stoßen intern auf Zweifel und werden nachträglich überprüft.