Es ist ja längst nicht mehr so, dass schlechte Nachrichten von Volkswagen irgendwen überraschen würde. Schon gar nicht die Aktionäre von Europas größtem Autobauer, die nach Dieselskandal, Softwareproblemen und Sparprogrammen viel Kummer gewohnt sind. Anders als bei BMW, wo die Krise samt Gewinnwarnung einigermaßen aus dem Nichts auftauchte, ist Krise bei den Wolfsburgern längst Alltag. Die Stimmung auf der Hauptversammlung, die der Konzern am Donnerstagvormittag erneut nur virtuell abhält, wird wohl dementsprechend miserabel ausfallen. Hauptversammlungen sind schließlich dafür da, ordentlich Dampf abzulassen, diese Gelegenheit werden sich die VW-Aktionäre wohl nicht nehmen lassen. Die Frage ist deshalb nicht, ob es diesmal schlimm wird – sondern wie schlimm?