Der Kreis 9 hat einen neuen Treffpunkt: Das «Huberta» serviert moderne Beizenküche in saisonalem Wechseltakt.Hubertus hat seit einigen Monaten eine Huberta. Dabei handelt es sich nicht um eine Liebesgeschichte, zumindest nicht um eine zwischen zwei Menschen. Liebe steckt trotzdem darin: Am 14. Februar 2026 eröffneten Mirjam Eberle und Nina Wild direkt beim Hubertus ihr erstes Restaurant. Nina Wild liebt die pflanzenbetonte Küche, die sie schon im «Eden au Lac» oder bei eigenen Pop-ups zum Ausdruck brachte. Mirjam Eberle hat nach internationalen Erfahrungen in Restaurants in Paris und New York ebenfalls vermehrt auf Pop-up-Konzepte gesetzt. Nun haben sie mit viel Herzblut einen Ort geschaffen, an dem man zusammenkommt, isst und verweilt. Das «Huberta» versteht sich als Quartiertreff – willkommen sind jedoch nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner des Kreises 9, sondern alle, die gerne vorbeikommen.Die Liebesgeschichte spiegelt sich nicht nur im Namen wider: Bereits beim Betreten der Quartierbeiz wird einem die rosarote Brille aufgesetzt – die Farbe dominiert das Interieur, von den Wänden im Restaurant bis zu den Toiletten. Einen Kontrast dazu bildet lediglich der schimmernde, grüne Mosaik-Tresen, der Empfang, Arbeitsstation mit Kaffeemaschine und Kasse zugleich ist. Das Interieur wirkt frisch und reduziert und greift zugleich Elemente auf, die in eine klassische Beiz gehören, etwa eine Sitzbank oder das Täfer an den Wänden. Persönlichkeit erhält das Lokal durch kleine Details wie ausgefallene Deko-Elemente oder bunte Leoprint-Tischdecken auf der Terrasse. vit. Das «Huberta» ist – bis auf die Farbwahl – sehr reduziert eingerichtet, und doch gibt es an der einen oder anderen Ecke ulkige Deko-Stücke zu entdecken. Es dauert nicht lange, bis man vom Personal bemerkt und an den Tisch begleitet wird. Zur Auswahl stehen das Restaurant – das mit seinen grossen, oben abgerundeten Fenstern lichtdurchflutet und gleichzeitig hervorragend geeignet ist, das Treiben draussen ungehindert zu beobachten – oder die ruhige Terrasse im Innenhof. Dort entzieht man sich ganz entspannt dem Verkehrslärm am Hubertus.Kaum hat man Platz genommen, wird Wasser angeboten und die Apéritif-Auswahl erläutert. Das Team, das ausschliesslich aus Frauen besteht, trägt dazu bei, dass man sich sofort wie zu Hause fühlt. Der Service ist sehr ungezwungen: Man wird mit «du» angesprochen – und Arbeitsuniformen: Fehlanzeige. Nina Wild (vorne links) und Mirjam Eberle (vorne rechts) haben das «Huberta» gemeinsam gegründet und führen es mit ihrem derzeit weiblichen Team. @tupak_kaput Saisonales aus der Schweiz und EuropaAuch das Essen passt zum Wohlfühlprogramm: Geboten wird eine moderne Beizenküche, die sich stark am saisonalen Angebot orientiert. Im Winter gibt es hausgemachten Hackbraten mit Kartoffelstock, im Frühling Gnocchi mit Blauschimmelkäse und rosa Rhabarberschaum. @tupak_kaput Ursprünglich: Im «Huberta» muss nicht geteilt werden, es werden klassisch Vorspeise und Hauptgang pro Person serviert, ausser beim Dessert ist man nach den guten Portionen möglicherweise froh um etwas Unterstützung. Seit dem 5. Juni kann von der Sommerkarte bestellt werden. Darauf ist abends Erfrischendes wie Randen-Buttermilch-Kaltschale (14 Franken als Vorspeise, 26 Franken als Hauptgang), essigmarinierte Sardellen mit Zitronenbutter-Brioche (Fr. 17.50), der «Huberta»-Klassiker Tatar vom Rind (27 Franken als Vorspeise, 39 Franken als Hauptgang) oder Forellenfilet mit Kräuter-Knoblibrösmeli und Tatarsauce (36 Franken) zu finden. Die Speise- und die Weinkarte sind übersichtlich, bieten jedoch für jeden Geschmack etwas. Beim Menu gibt es immer eine vegetarische und vegane Option zu den Fleisch- und Fischgerichten, so dass auch jeder und jede etwas Passendes findet.Mit 40 Franken ist das Outside-Skirt vom Rind mit Estragon, Bohnensalat und Johannisbeer-Chutney derzeit das teuerste Gericht auf der Karte. Seit der Eröffnung hat noch kein Gericht die 40-Franken-Marke geknackt. Auch das ist Teil des Konzeptes: Nina Wild und Mirjam Eberle wollen ihre Gäste auch am Dienstagabend zu einem Znacht begrüssen, wenn es vielleicht etwas weniger ausgedehnt und teuer sein soll.Auch am Mittag kann man im «Huberta» einkehren. Das wöchentlich wechselnde Menu bietet eine Auswahl aus drei Gerichten, die durch einen Salat oder eine Suppe begleitet wird. Ebenfalls zur Auswahl steht das «Huberta»-Tatar vom Rind, und etwas Süsses darf zum Abschluss auch am Mittag nicht fehlen.Nicht nur die Atmosphäre im Restaurant schafft es, den Treffpunktcharakter einer Beiz – das Ungezwungene, Einfache, Heimelige – auszustrahlen. Auch die Küche des «Huberta» tut dies, indem Mirjam Eberle und Nina Wild einfachen Gerichten einen neuen, teilweise raffinierten Anstrich verpassen – und das nicht nur in Rosarot, sondern mit einer geschmacklich üppigen Palette.Auf einen Blick Publikum Quartierbewohnerinnen. Grössere Runden. Gäste, die auch unter der Woche mal ins Restaurant gehen möchten, ohne allzu viel auszugeben.Gastronomie Saisonale Beizenküche mit einem modernen, teilweise gewagten, aber oft gelungenen Twist.Design Rosa Wohlfühlatmosphäre.Adresse Restaurant Huberta, Albisriederstrasse 181, Zürich. Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
Eine Quartierbeiz in Rosarot: Das «Huberta» interpretiert traditionelle Gerichte neu
Der Kreis 9 hat einen neuen Treffpunkt: Das «Huberta» serviert moderne Beizenküche in saisonalem Wechseltakt.











