Das Restaurant „Haerlin“ im Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten ist um die Mittagszeit vollkommen leer, es öffnet erst in sechs Stunden. Christoph Rüffer wartet auf die Minute pünktlich in blütenweißer Kochjacke an der Tür, grüßt freundlich und führt dann an einen Tisch vor dem Panoramafenster, das den Blick auf die Fontäne der Binnenalster freigibt. Für das Gespräch bei einer Flasche Mineralwasser nimmt er sich zwei Stunden Zeit. Was er macht, so heißt es, macht er richtig. Rüffer war bereits „Koch des Jahres“ und gehört quer durch alle Gastroführer zu den höchstdekorierten Küchenchefs des Landes. Er gilt auch als der bescheidenste. Als Gegenmodell zum Gourmetzirkus.