Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main: Angebot unter Marktpreis
Das Tauziehen um die Commerzbank entwickelt sich immer mehr zur Schlammschlacht. Die italienische Großbank UniCredit, die die Frankfurter Bank gegen deren Willen übernehmen will, wirft der Commerzbank-Führung um Bettina Orlopp inzwischen offene Obstruktion vor und drohte indirekt damit, die Macht im Aufsichtsrat des Frankfurter Geldhauses zu übernehmen. Dann könne man den Commerzbank-Vorstand abberufen. Bisher ist UniCredit als Großaktionär nicht im Aufsichtsrat vertreten. Die Commerzbank hatte die Frage aufgeworfen, weshalb Aktionäre UniCredit fast zwölf Prozent ihrer Aktien angedient hätten, obwohl das angesichts des Aktienkurses derzeit ein schlechtes Geschäft für sie sei.
»Wir wollten nur sicherstellen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass das jetzt ein attraktives Angebot ist.«
»Wir tun eigentlich nichts dafür, um das hochzuspielen«, konterte Orlopp auf einer Veranstaltung die Vorwürfe. Aber es sei ökonomisch irrational, das UniCredit-Angebot anzunehmen. »Wir wollten nur sicherstellen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass das jetzt ein attraktives Angebot ist.« Die Anteilseigner, die ihre Aktien angedient hätten, seien nach Erkenntnissen der Commerzbank über Derivate mit UniCredit verbunden.











