Die Unicredit und die Commerzbank-Spitze kämpfen weiter um die Kontrolle des drittgrößten deutschen Finanzinstituts. Der Konflikt eskaliert weiter.
Zu gern würden die deutschen Beteiligten die Unicredit stoppen: Ampel vor Commerzbankfiliale
Thilo Schmuelgen/reuters
Die Mailänder Bank Unicredit – nach dem Börsenwert von 116 Milliarden Euro das größte, nach dem Geschäftsvolumen das zweitgrößte Institut Italiens – treibt ihren Plan voran, die Commerzbank komplett unter ihre Kontrolle zu bringen. Währenddessen will das Frankfurter Geldhaus weiter verzweifelt seine Eigenständigkeit verteidigen. Dabei wird der Ton rauer; beide Seiten bringen mittlerweile auch die Justiz ins Spiel.
Unicredit hatte im September 2024 begonnen, systematisch Commerzbank-Aktien aufzukaufen; bis zum Mai 2026 konnte sie ihren Anteil auf 29,9 Prozent steigern. Am 6. Mai legte sie dann den Commerzbank-Aktionären das Angebot vor, ihre Anteilsscheine in Unicredit-Aktien zu tauschen, um so die völlige Kontrolle des Frankfurter Instituts zu erlangen. Das soll neben der Hypo-Vereinsbank zur zweiten deutschen Tochter der Italiener werden.














