Die strengen Visa-Bestimmungen in den USA haben nun offenbar auch den deutschen WM-Gruppengegner Elfenbeinküste getroffen. Nach Angaben der Fanvereinigung des afrikanischen Landes hat es keine Einreiseerlaubnis gegeben, die „Elefanten“ müssen beim Fußballturnier wohl ohne Unterstützung aus der Heimat auskommen.„Die Fans haben die Reise abgesagt, weil die US-Regierung keine Anhänger aus bestimmten Ländern, darunter die Elfenbeinküste, auf ihrem Boden sehen will“, sagte Julien Kouadio Adonis, Präsident des National Committee of Elephants Supporters (CNSE), der Nachrichtenagentur AFP. „Die USA haben uns gegenüber klar zum Ausdruck gebracht, dass sie unsere Fans nicht dort haben wollen.“Im März hatte Kouadio noch gehofft, dass 500 Fans aus Afrika anreisen würden. Aber nun habe nur eine Handvoll CNSE-Funktionäre die Genehmigung erhalten, um sich bei der WM „um die in den USA ansässigen ivorischen Fans zu kümmern“.Es ist das nächste Kapitel beim Dauerthema Einreise. So hatte der somalische Schiedsrichter Omar Artan zwar ein Visum, durfte nach seiner Einreise aber dennoch nicht in den USA bleiben. Die Teams aus dem Iran und Südafrika mussten lange auf ihre Visa warten, der Schweizer Breel Embolo erhielt seines verspätet. Auch schottische Fans klagten zuletzt über Probleme bei der Anreise.Die Elfenbeinküste bestreitet zwei ihrer drei Gruppenspiele in Philadelphia. Am Montag geht es dort gegen Ecuador und am 25. Juni gegen Curacao. Das Duell mit der deutschen Mannschaft am 20. Juni findet in Toronto statt. (sid)Das bringt der heutige WM-Tag: alles Wichtige im Überblick.Eines der berühmten gelben Taxis an den „Thierry Henry Way“ bestellen? Einen Kaffee am „Pelé Way“ trinken? In New York ist das nun möglich. Kurz vor dem Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Stadt zwei Fußball-Ikonen geehrt und vorübergehend Straßen nach ihnen benannt. Henry wurde an der West 50th Street gewürdigt, in Queens erhielt die Kreuzung Shea Road/Meridian Road Pelés Namen.„Als Franzose, der London sein Zuhause nennt, bleibt New York meine Lieblingsstadt der Welt. Eine Straße nach mir benannt zu bekommen, ist eine Ehre, von der ich nur träumen konnte“, schrieb Henry, der bei der Enthüllung per Video zugeschaltet war, bei Instagram.Der 48-Jährige hatte während seiner Zeit bei den New York Red Bulls (bis 2014) maßgeblich zur Popularität des Fußballs in den USA beigetragen. Zuvor hatte der frühere Stürmerstar unter anderem mit Frankreich die Weltmeisterschaft 1998 gewonnen und stand bei Topklubs wie dem FC Arsenal und dem FC Barcelona unter Vertrag.Auch Pelé spielte einst in der Weltmetropole Fußball. Von 1975 bis zu seinem Karriereende 1977 war der Brasilianer bei den New York Cosmos unter Vertrag und dort Teamkollege unter anderem von Franz Beckenbauer. Pelé, Weltmeister von 1958, 1962 und 1970, war Ende 2022 verstorben.Die temporären Ehrungen sollen bis zum 1. November bestehen bleiben und sind Teil der städtischen Begleitmaßnahmen rund um die WM. Das Turnier endet am 19. Juli im MetLife Stadium, das für das Turnier ins „New York New Jersey Stadium“ umbenannt wurde. (sid) @thierryhenry on Instagram: "As a Frenchman who calls London my home, NEW YORK remains my favourite city in the world. To have a street named after me is an HONOUR i could only have dreamed of. This city holds such a special place in my heart - my son Tristan was born here, so NEW YORK is forever a part of our family’s story. Unfortunately, I couldn’t be there today as I’m working, but I was with you all in spirit. Thank you for this incredible honour. A special thank you to my Red Bull teammates for representing me and to Mayor Mamdani and Virginia Maloney for your kindness and recognition. I’ll be back soon for a SELFIE 🤗❤️"253K likes, 1,728 comments - thierryhenry on June 10, 2026: "As a Frenchman who calls London my home, NEW YORK remains my favourite city in the world. To have a street named after me is an HONOUR i could only have dreamed of. This city holds such a special place in my heart - my son Tristan was born here, so NEW YORK is forever a part of our family’s story. Unfortunately, I couldn’t be there today as I’m working, but I was with you all in spirit. Thank you for this incredible honour. A special thank you to my Red Bull teammates for representing me and to Mayor Mamdani and Virginia Maloney for your kindness and recognition. I’ll be back soon for a SELFIE 🤗❤️".instagram.comExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Der ehemalige Bundesliga-Trainer Christian Streich hat FIFA-Präsident Gianni Infantino für dessen Umgang mit US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. „Eine solche Inszenierung von wenigen Menschen an der Macht, die sich dann teilweise noch die Behauptung erlauben, sie würden demokratische Werte schützen, ist natürlich eine Unverfrorenheit, die einen sprachlos macht“, sagte Streich, der beim heutigen WM-Eröffnungsspiel als TV-Experte im ZDF zu sehen sein wird, im „kicker“-Interview.Es löse bei ihm „echt Bedenken“ aus, dass Vorgänge, die früher im Hintergrund stattgefunden hätten, inzwischen „vollkommen öffentlich dargestellt“ würden, sagte Streich etwa über die Verleihung eines von der FIFA eigens geschaffenen Friedenspreises an Trump im Dezember vergangenen Jahres. „Andererseits wundert einen inzwischen ja fast nichts mehr.“Bei der von vielen kritisierten Aufstockung der WM auf 48 Teilnehmer sieht der ehemalige Trainer des SC Freiburg nur ein Gegenargument: Es profitierten eben auch kleine Verbände wie Curaçao oder Kap Verde, die sich auf sportlichem Wege qualifiziert haben. Durch die FIFA-Honorare käme „relativ viel Geld in diese kleinen Verbände“, sagte Streich. „Wir können als große Fußballnation, die sich bisher immer für die WM qualifiziert hat, nicht den Anspruch ableiten, nur mit 16 oder 24 spielen zu wollen. Das wäre Herrschaftsdenken der Mächtigen.“Klar ist Streichs Standpunkt beim Thema Ticketpreise. „Was da aktuell bei der WM mit den Tickets passiert, ist pervers: Profitmaximierung um jeden Preis und eben auf Kosten vieler Menschen“, sagte der 61-Jährige. „Das ist so dermaßen elitär, und ich denke nicht, dass die Leute, die das bezahlen können, sagen: super, dass die anderen nicht reinkommen. Wo kommen denn noch verschiedene Gesellschaftsschichten zusammen? Beim Sport oder allenfalls noch in Einrichtungen wie einem Schwimmbad.“Trotz der negativen Begleiterscheinungen will sich Streich die Freude am Fußball nicht nehmen lassen. „Ich habe irgendwann gedacht: Wem gehört eigentlich das Spiel? Allen! Und ich bin einer davon. Soll ich mir das jetzt alles, diese Freude an diesem tollen Spiel, das weiterhin so die Menschen auf der Welt verbindet, vermiesen lassen wegen einiger weniger?“ (dpa)Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein hat eine mögliche deutsche Bewerbung um die Ausrichtung der Fußball-WM 2038 oder 2042 ausdrücklich begrüßt. „Grundsätzlich freuen wir uns über diesen Schritt. Wir sind ein Land, welches stark darin ist, große Sportveranstaltungen zu organisieren“, sagte Schenderlein im Frühstart von RTL und ntv: „Deutschland hat das in den letzten Jahren immer wieder auch unter Beweis gestellt. Zum Beispiel bei der EURO 2024“.Eine WM im eigenen Land biete der Politik besondere Gestaltungsmöglichkeiten, eine Show des Weltverbands FIFA werde es nicht werden. „Wenn wir es im eigenen Land machen, kann man eben auch schon darauf Einfluss nehmen auf die Werte, die uns wichtig sind“, sagte Schenderlein. Zu diesen Maßstäben zählte die CDU-Politikerin ausdrücklich „Transparenz“, „Zusammenhalt“, „Respekt“, „Nachhaltigkeit“ sowie „die Wahrung von Menschenrechten“. Diese seien für Deutschland zentrale Kriterien bei internationalen Sportgroßveranstaltungen.Der Deutsche Fußball-Bund prüft intensiv eine Bewerbung, Präsident Bernd Neuendorf hat die Überlegungen zuletzt bereits dem Präsidium der Deutschen Fußball Liga vorgestellt. Noch ist nicht ganz klar, ob 2038 oder erst 2042 in Frage kommt. Gemäß der zurückliegen FIFA-Vorgehensweise bei der Vergabe könnte sich Deutschland aber wohl erst für die Ausrichtung 2042 bewerben. (sid)Trikottausch schon vor dem ersten Anpfiff: Haiti muss noch vor dem WM-Auftakt gegen Schottland am Sonntag sein Trikotdesign ändern. Der Weltverband FIFA verbot kurzfristig die Darstellung einer Kriegsszene auf dem blauen Shirt.Auf dem Trikot war die Illustration der Schlacht von Vertières aus dem Jahr 1803, die Haitis Unabhängigkeit sicherte, zu sehen. Das Dress hatte das Team schon in zwei Vorbereitungsspielen in Florida getragen, ehe die FIFA einschritt.Der kolumbianische Hersteller Saeta teilte nun mit, dass er das Trikot überarbeitet habe, um den Bestimmungen zu entsprechen. Doch auch das ursprüngliche Shirt sei „nicht als politisches Statement“ gedacht gewesen, sondern nur „als Hommage an die Männer und Frauen, die jeden Tag für Haitis Zukunft kämpfen“, so das Unternehmen.Haiti startet am Sonntag (3.00 Uhr MESZ) in Boston gegen Schottland in seine erste Weltmeisterschaft seit 52 Jahren. Der Außenseiter aus der Karibik trifft in der Gruppe C zudem auf den fünffachen Weltmeister Brasilien und auf Afrikameister Marokko.„Wir wissen, dass die Menschen vielleicht ein schlechtes Bild von unserem Land haben, dass es viele Probleme hat, aber das wird dem Land, den Menschen, meiner Familie so viel Gutes tun“, sagte Mittelfeldspieler Jean-Ricner Bellegarde vor dem Start bei AFP. Im 26-köpfigen Kader Haitis steht auch Torhüter Josué Duverger vom Oberligisten FC Cosmos Koblenz. (sid)Thomas Tuchel erwartet nach der witterungsbedingten Verschiebung der englischen WM-Generalprobe in Orlando weitere Fälle während der Fußball-WM. „Das war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was passieren kann“, sagte der Teammanager der Three Lions nach dem 3:0 gegen Costa Rica. Das Spiel in Florida war wegen eines Gewitters mit einer Verzögerung von einer Stunde angepfiffen worden. Blitzeinschläge in der Nähe des Stadions hatten einen pünktlichen Anpfiff um 16 Uhr Ortszeit unmöglich gemacht. „Wir waren uns der Situation schon vorher bewusst – jetzt erleben wir sie“, sagte Tuchel bei ITV: „Das ist kein Problem. Es darf kein Grund dafür sein, die gute Stimmung oder die Geduld zu verlieren – oder den Hunger darauf, das Spiel zu bestreiten. Wir haben es schon im Hotel bemerkt, daher war es unkompliziert. Wir haben einfach gesagt: 'Eine halbe Stunde später im Bus, und dann geht's los.'“Die bereits im Stadion wartenden Fans wurden angewiesen, die Tribünen zu verlassen und sich in die gesicherten Bereiche im Stadionumlauf zu begeben, um sich vor Blitzeinschlägen zu schützen. Gewitter sind in den USA keine Seltenheit, schon bei der Klub-WM vor einem Jahr war es zu mehreren Verzögerungen gekommen.Auch in der Vorbereitung auf die WM hatte das Wetter teilweise für Durcheinander gesorgt. Erst eine Woche zuvor war der Test zwischen Saudi-Arabien und Puerto Rico in Austin/Texas wegen Blitzeinschlägen nach 21 Minuten für fast zwei Stunden unterbrochen worden.Nach der Verzögerung errang England einen souveränen Sieg. Declan Rice (9.), Anthony Gordon (68./Handelfmeter) und Ollie Watkins (87.) trafen. Kapitän Harry Kane von Bayern München stand wie gewohnt in der Startelf, blieb diesmal jedoch ohne Treffer und wurde in der 63. Minute ausgewechselt. (sid)Österreichs Teamchef Ralf Rangnick hat nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Christoph Baumgartner reagiert und den Schalker Dejan Ljubicic für die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada nachnominiert. Das gab der österreichische Verband bekannt. Der Mittelfeldspieler stößt am Donnerstag im ÖFB-Camp im kalifornischen Santa Barbara zur Mannschaft.Dort wird ihn auch Baumgartner empfangen. Der 26 Jahre alte Profi von RB Leipzig hatte sich beim Aufwärmen für das Testspiel gegen Tunesien am 1. Juni eine Muskelverletzung zugezogen. Baumgartner fällt für das gesamte Turnier aus, bleibt während der Reha aber in den USA, um das Team vor Ort zu unterstützen. (sid)Beim Auftaktspiel der USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft am Freitag in Los Angeles wird die US-Regierung durch Außenminister Marco Rubio vertreten sein. Die Partie gegen Paraguay würden vor Ort auch Verkehrsminister Sean Duffy und Heimatschutzminister Markwayne Mullin verfolgen, teilte das Außenministerium in Washington am Mittwoch mit. Die Weltmeisterschaft sei ein bedeutender Moment für die Trump-Regierung, mit der das Ko-Gastgeberland „amerikanische Führungsstärke und Gastfreundschaft vor einem weltweiten Publikum“ unter Beweis stellen könne, erklärte ein Ministeriumssprecher. Am Rande des Spiels werde Rubio den paraguayischen Präsidenten Santiago Peña treffen, um die strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern „voranzubringen“. Der Ministeriumssprecher nannte in diesem Zusammenhang die Themen regionale Sicherheit, Handel und Investitionen sowie neue Technologien.Die Vereinigten Staaten richten das Turnier gemeinsam mit Kanada und Mexiko aus. Das erste Spiel wird am heutigen Donnerstag in Mexiko-Stadt angepfiffen. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch gesagt, er wolle bei der Weltmeisterschaft dabei sein. Dabei sagte er jedoch nicht, welches oder welche Spiele er besuchen will. (AFP)Uli PutzMedien: Trump plant keinen Besuch von WM-Auftakt der USAUS-Präsident Donald Trump plant übereinstimmenden Medienberichten zufolge keinen persönlichen Besuch des WM-Eröffnungsspiels der USA gegen Paraguay an diesem Freitag. Das berichteten zuerst unter anderem das Nachrichtenportal „Politico“ und das Sportmagazin „The Athletic“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Weiße Haus und das Außenministerium reagierten zunächst nicht auf eine entsprechende Anfrage.Zuvor hatte ein Sprecher des US-Außenministeriums bekannt gegeben, dass Außenminister Marco Rubio zum Spiel südlich von Los Angeles reisen werde. Dieser solle eine Delegation anführen, zu der auch Verkehrsminister Sean Duffy und Heimatschutzminister Markwayne Mullin zählten. Am Rande des WM-Spiels wolle Rubio mit dem Präsidenten von Paraguay, Santiago Peña, über Themen wie „regionale Sicherheit, Handel, Investitionen sowie neue Technologien“ sprechen.Uli PutzNach Gewitter: England gewinnt WM-GeneralprobeEngland hat seine WM-Generalprobe gegen Costa Rica nach einem heftigen Unwetter in Orlando gewonnen. In dem mit großer Verspätung angepfiffenen Duell war das Team von Trainer Thomas Tuchel die hoch überlegene Mannschaft und gewann am Ende 3:0 (1:0). Declan Rice (9. Minute) und Anthony Gordon per Foulelfmeter (68.) sowie Ollie Watkins (87.) trafen für die Briten gegen den nicht für die WM qualifizierten Gegner aus Mittelamerika. England hatte beste Gelegenheiten für weitere Tore.Vor dem Anpfiff waren auf Videos und Fotos aus dem Inter&Co Stadium in den sozialen Netzwerken starke Regenfälle und Blitze zu sehen. Während des Spiels kam dann aber die Sonne raus. Tuchel tauschte im Laufe der Partie seine Startelf komplett aus. Nach 63 Minuten war unter anderem für Bayern-Star Harry Kane, Torwart Jordan Pickford und Rice Feierabend, in der 71. Minute gingen dann auch Jude Bellingham, Gordon und Elliot Anderson vom Feld. England trifft zum WM-Auftakt am Mittwoch nächste Woche auf Kroatien. Weitere Vorrundengegner der Three Lions in der Gruppe L sind Ghana und Panama.Der Letzte war der Erste. Obwohl Assan Ouédraogo nach der Verletzung von Lennart Karl erst nachnominiert wurde in den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die WM, war er der erste Gast im Hotel in Winston-Salem. Weil die anderen Nationalspieler noch den freien Tag nach dem ersten Teil der Vorbereitung in Chicago genossen, kam Ouédraogo vor allen anderen in North Carolina an. „Bis das Team kam, war es auf jeden Fall sehr langweilig hier“, sagte Ouédraogo am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Die entwickelte sich zu einer amüsanten Veranstaltung, weil der 20 Jahre alte Leipziger locker über sich und seine aufregenden Tage redete. Nach der Bundesliga-Saison war er mit seinem Klub in Südafrika, ehe der Urlaub begann. Dort erreichte ihn der Ruf Julian Nagelsmanns. „Ich lag auf der Liege und war, wie soll ich sagen, unfassbar am Chillen mit meinen Jungs.“ Dann klingelte das Mobiltelefon. „Ich war direkt von 0 auf 180.“ Er sei dann ein wenig um die Ecke gegangen, „damit mich keiner hört“. Der Bundestrainer habe ihm mitgeteilt, dass er ihn nachnominieren möchte. „Das hat mich sofort unfassbar gefreut. Und dann hat er mich noch gefragt, ob ich betrunken bin.“ Da Ouédraogo sowieso keinen Alkohol trinkt, konnte er verneinen. „Ich hab’ direkt gesagt: Nee, passt alles.“ Eine Woche ohne Fußball im Urlaub sei nun auch kein Problem. „Ich stehe voll im Saft.“ Nach der freudigen Nachricht von Nagelsmann versuchte er, seine Mutter zu erreichen. Vergeblich. So war es auch beim Vater. Die Erste aus der Familie, die vom Glück des Assan Ouédraogo erfuhr, war tatsächlich die große Schwester. "Und die Leute, die neben mir waren halt." Die Schwester habe ihm zunächst gar nicht geglaubt. Nun aber ist der Traum wahr. "Ich habe mich riesig gefreut."Ouédraogo wurde etwas überraschend für Karl, der vor dem Test in Chicago gegen die USA einen Muskelbündelriss erlitten hatte, nachnominiert. Mit Karl selbst hatte er bisher keinen Kontakt. „Wir sind uns, ehrlich gesagt, noch nie über den Weg gelaufen“, sagte er mit einem Lachen. „Wir kennen uns eigentlich gar nicht richtig.“ Bei der U 21 war immer nur einer im Kader, bei der Nationalmannschaft nun auch. Sie werden sich vermutlich noch kennenlernen, allerdings nicht bei dieser Weltmeisterschaft. Es sind nicht viele Plätze in der deutschen Startelf, die für den WM-Start am Sonntag (19.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) noch offen sind. Als Linksverteidiger gesetzt war lange Zeit der Leipziger David Raum. Doch nun scheint ihm Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt den Stammplatz abgenommen zu haben – was auch Raum am Mittwoch selbst andeutete. „Ich akzeptiere meine Rolle, und komme ich rein, gebe ich alles“, sagte er in Winston-Salem, wo sich die deutsche Auswahl vorbereitet, obwohl sich der Bundestrainer noch gar nicht festgelegt hat, wer spielt – zumindest nicht öffentlich. „Selbst wenn ich am Anfang nicht starte, weiß die Mannschaft, dass sie sich auf mich verlassen kann“, sagte Raum. Doch so ein Turnier sei lang. Raum kämpfte am Ende der Vereinssaison mit körperlichen Problemen, nun wähnt er sich auf dem Weg der Besserung. Außerdem lobte der 28 Jahre alte Raum den 22 Jahre alten Brown, den auch im Tross des Deutschen Fußball-Bundes niemand Nathaniel nennt. „Nene macht es sehr, sehr gut“, sagte Raum über seinen Konkurrenten. „Er spielt in Frankfurt eine sehr offensive Rolle, rückt immer wieder ins Zentrum ein, wie wir es hier in der Nationalmannschaft spielen.“ Brown habe zuletzt „eine sehr, sehr gute Saison gespielt“, obwohl Frankfurt in der Liga Probleme hatte. „Deswegen: Kompliment an ihn.“ Mehr ladenTickarooLive Blog Software