Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan der Fußball-WM 2026, hier zum deutschen Kader und hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur Fußball-WM erhalten Sie auch mit unserem täglichen Newsletter „SZ am Morgen“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesSorge in Mexiko vor WM-Start: Polizei sichert FlughafenNach Gewitter: England gewinnt WM-Generalprobe Starkregen und Blitze stören Englands WM-Generalprobe in OrlandoIranischer Sportminister droht mit Abbruch von WM-Spielen In Mexiko-Stadt weisen Angehörige auf Verschwundene hinKriegsszene auf dem Shirt: Haiti muss Trikotdesign ändernTrikottausch schon vor dem ersten Anpfiff: Haiti muss noch vor dem WM-Auftakt gegen Schottland am Sonntag sein Trikotdesign ändern. Der Weltverband Fifa verbot kurzfristig die Darstellung einer Kriegsszene auf dem blauen Shirt. Auf dem Trikot war die Illustration der Schlacht von Vertières aus dem Jahr 1803, die Haitis Unabhängigkeit sicherte, zu sehen. Das Dress hatte das Team schon in zwei Vorbereitungsspielen in Florida getragen, ehe die Fifa einschritt.Der kolumbianische Hersteller Saeta teilte nun mit, dass er das Trikot überarbeitet habe, um den Bestimmungen zu entsprechen. Doch auch das ursprüngliche Shirt sei „nicht als politisches Statement“ gedacht gewesen, sondern nur „als Hommage an die Männer und Frauen, die jeden Tag für Haitis Zukunft kämpfen“, so das Unternehmen. Haiti startet am Sonntag (3.00 Uhr MESZ) in Boston gegen Schottland in seine erste Weltmeisterschaft seit 52 Jahren. Der Außenseiter aus der Karibik trifft in der Gruppe C zudem auf den fünffachen Weltmeister Brasilien und auf Afrikameister Marokko. Sorge in Mexiko vor WM-Start: Polizei sichert FlughafenWegen möglicher Lehrerproteste am internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt sind am Vortag der WM-Eröffnung Hunderte Polizisten zur Sicherung des Terminals eingesetzt worden. Beamte mit Helmen, Schutzschilden und Schlagstöcken wurden am Mittwoch (Ortszeit) innerhalb und außerhalb des Flughafens stationiert, wie in Videos von örtlichen Medien zu sehen war.„Zutritt haben nur Passagiere mit Bordkarte sowie Begleitpersonen, sofern deren Anwesenheit unbedingt erforderlich ist“, teilte der Flughafen Benito Juárez auf der Plattform X mit. Reisenden wurde empfohlen, mit ausreichend Vorlaufzeit einzutreffen, da es in der Umgebung des Flughafens zu Demonstrationen kommen könne. Auch das Aztekenstadion, in dem die WM am Donnerstag mit einer Show und dem Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet wird, ist weiträumig von der Polizei abgesperrt.Seit Wochen fordert eine radikale Lehrergewerkschaft mit Straßenblockaden und anderen Protestaktionen die Abschaffung eines Rentengesetzes aus dem Jahr 2007. Nach Angaben der Regierung ist diese Forderung jedoch nicht umsetzbar. Mehrere Hauptverkehrsstraßen der Hauptstadt sind von Demonstranten blockiert. Die Lehrer haben zudem ein Protestcamp im historischen Zentrum der Hauptstadt errichtet. Dort, auf dem Zócalo im Herzen der Altstadt, soll ein Fan-Festival mit bis zu 80 000 Besuchern stattfinden. Auch Präsidentin Claudia Sheinbaum wollte die Eröffnungsfeier dort verfolgen – und nicht im Stadion. Derzeit ist aber ungewiss, ob der Platz zum WM-Auftakt für Fans geöffnet wird.Trump plant keinen Besuch beim WM-Auftakt der USA US-Präsident Donald Trump hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge keinen persönlichen Besuch des WM-Eröffnungsspiels der USA gegen Paraguay geplant. Das berichten unter anderem Politico und The Athletic unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Stattdessen soll Außenminister Marco Rubio zu dem Spiel südlich von Los Angeles reisen und eine US-Delegation anführen. Dazu zählen auch Verkehrsminister Sean Duffy und Heimatschutzminister Markwayne Mullin. Am Rande des Spiels will Rubio mit Paraguays Präsident Santiago Peña über regionale Sicherheit, Handel, Investitionen und neue Technologien sprechen. Fußballkultur im FußballkulturbeutelAm Donnerstag geht es los und im Co-Gastgeberland USA sucht man mit wachsender Verzweiflung nach ein wenig WM-Stimmung. Schließlich wird man in der Filiale einer größeren Drogeriekette fündig. Da werden gleich am Eingang sogenannte „Stadium Ready Bags“ angeboten, "proudly presented by the US-Boys". Was aber sollte man demnach als amerikanischer Fußballfan unbedingt mit sich führen, um bereit fürs Stadion zu sein? Vitamin C Brause, Kautabletten gegen Sodbrennen, Schmerzmittel sowie Zahncreme für besonders weiße Zähne. Nicht allein die Tatsache, dass dieser Fußballkulturbeutel 27,49 Dollar (plus Steuer) kosten soll, wirft die Frage auf, ob die WM in diesem Land wirklich richtig ist.Nach Gewitter: England gewinnt WM-Generalprobe England hat seine WM-Generalprobe gegen Costa Rica nach einem heftigen Unwetter in Orlando gewonnen. In dem mit großer Verspätung angepfiffenen Duell war das Team von Trainer Thomas Tuchel die hoch überlegene Mannschaft und gewann am Ende 3:0 (1:0). Declan Rice (9. Minute) und Anthony Gordon per Foulelfmeter (68.) sowie Ollie Watkins (87.) trafen für die Briten gegen den nicht für die WM qualifizierten Gegner aus Mittelamerika.Vor dem Anpfiff waren auf Videos und Fotos aus dem Inter&Co Stadium in den sozialen Netzwerken starke Regenfälle und Blitze zu sehen. Während des Spiels kam dann aber die Sonne raus.Tuchel tauschte im Laufe der Partie seine Startelf komplett aus. Nach 63 Minuten war unter anderem für Bayern-Star Harry Kane, Torwart Jordan Pickford und Rice Feierabend, in der 71. Minute gingen dann auch Jude Bellingham, Gordon und Elliot Anderson vom Feld.England trifft zum WM-Auftakt am Mittwoch nächste Woche auf Kroatien. Weitere Vorrundengegner der Three Lions in der Gruppe L sind Ghana und Panama. Assan Ouedraogos Debüt in Winston-Salem Assan Ouedraogo ersetzt den verletzten Lennart Karl im WM-Kader. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Leipziger Vereinskollegen David Raum sorgte der 20-Jährige auf dem Podium am Mittwoch immer wieder für Lacher in Winston-Salem.Etwa, als er vom Anruf von Bundestrainer Julian Nagelsmann berichtete, der ihn im Urlaub in Marbella ereilte. „Ich lag auf der Liege – und war unfassbar am Chillen mit meinen Jungs. Dann kam der Anruf. Dann ging es direkt von null auf 180. Ich bin um die Ecke gerannt, damit mich keiner hört. Dann hat er mir gesagt, dass er mich gerne nachnominieren würde. Ich habe mich sofort unfassbar gefreut“, erzählte Ouedraogo – und ergänzte trocken: „Dann hat er mich noch gefragt, ob ich betrunken bin? Aber ich trinke so oder so nicht.“Oudraego war am vergangenen Freitag für Bayernprofi Lennart Karl nachgerückt, der sich in Chicago vor der WM-Generalprobe gegen die USA verletzt hatte. Über seine eigenen Stärken sagte Ouedraogo: „Ich würde mich selbst als unberechenbar beschreiben – Freestyle. Eine Stärke von mir sind Dribblings.“Starkregen und Blitze stören Englands WM-Generalprobe in OrlandoWegen eines heftigen Unwetters kann die WM-Generalprobe der englischen Fußball-Nationalmannschaft von Trainer Thomas Tuchel gegen Costa Rica nicht wie geplant angepfiffen werden. Ursprünglich sollte die Begegnung um 22 Uhr MESZ (16 Uhr Ortszeit) beginnen. Auf Videos und Fotos aus dem Inter&Co Stadium in den sozialen Netzwerken waren starke Regenfälle und Blitze zu sehen. Der Anstoß in Orlando im US-Bundesstaat Florida wurde um eine Stunde verschoben. England trifft zum WM-Auftakt am Mittwoch kommender Woche auf Kroatien. Weitere Vorrunden-Gegner der Three Lions in der Gruppe L sind Ghana und Panama. Fifa-Präsident Gianni Infantino ruft: Chillt und relaxt!Einen Tag vor dem WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika hat Gianni Infantino eine seiner ganz seltenen Pressekonferenzen abgehalten. Er verteidigt dabei die Ticketpreise, lobt sich selbst in der Iran-Frage, und ruft im Fall des abgewiesenen Schiedsrichters zur Entspannung auf. Kurz: Er präsentiert seine Sicht der Dinge. SZ-Autor Javier Cáceres war in Mexiko dabei.NewsdeskJan HeidtmannFanmeile in Mexiko City: deutsche Würstchen und Bier gibts – Stimmung fehlt nochAuf der Fanmeile im Parque Chapultepec hat nun der deutsche Stand eröffnet, eine Initiative der deutschen Botschaft in Mexiko City. Es gibt Flensburger, Brezeln und Bratwurst. Warum eigentlich gerade Flensburger? Jedenfalls herrscht eine etwas triste Bierseligkeit, während am Stand Südafrikas bei lauter Musik schon mittags getanzt wird. Papst Leo will das US-Team unterstützenPapst Leo XIV. erinnert vor dem Start der WM an die verbindende Kraft des Sports. „Der Fußball hilft uns auch, uns an etwas sehr Wichtiges zu erinnern: Das Leben ist kein Wettrennen, und es ist auch nicht dazu gedacht, in Einsamkeit gelebt zu werden“, sagte der US-Amerikaner bei einer Veranstaltung in Barcelona.Fußball sei etwas, „das man als Team spielt, und wir müssen lernen, gemeinsam zu funktionieren“, führte Leo aus: „Man kann zwar Star sein, aber wenn man den Ball nie abgibt, hindert man andere daran, ins Spiel zu kommen, und wird wahrscheinlich verlieren.“Papst Leo XIV. Der 70-Jährige gilt als großer Tennisfan, dennoch erklärte er, auch dem Fußball etwas abgewinnen zu können. Er kündigte an, bei der Fußball-WM das US-Team zu unterstützen. Aber: „Ich bin mir nicht sicher, wie viele Spiele ich sehen kann.“ Wie das Nationalteam Mexikos ins Turnier gehtWie bereiten sich eigentlich Mexikos Fußballer auf ihren Heim-Auftritt vor? Sie besuchten Anfang der Woche Präsidentin Claudia Sheinbaum, begleitet von allerlei ernsthaften Worten. SZ-Reporter Javier Cáceres berichtet aus dem Land des Co-Gastgebers: Der DFB und das PolitischeNoch ein Nachtrag zum Auftritt von Rudi Völler im Teamquartier: Wie es der DFB in den kommenden Wochen mit Äußerungen zu Debatten und Politik halten will, hat auch Präsident Bernd Neuendorf an diesem Mittwoch noch einmal zusammengefasst. „Wir tun als Fußballverband gut daran, in dieser hektischen Zeit nicht jedes tagespolitische Ereignis und jede Aussage reflexhaft zu kommentieren.“Iranischer Sportminister droht mit Abbruch von WM-Spielen Kurz vor dem WM-Start hat Iran mit einem Spielabbruch gedroht, wenn es bei Auftritten des Teams in den Stadien zu Protesten der persischen Diaspora gegen die islamische Führung kommen sollte. „Wir haben der Fifa bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen des Teams das Spiel abbrechen würden, sobald wir in den Stadien politische Parolen hören“, warnte Sportminister Ahmed Donjamali.Der iranische Fußballverband habe den Weltverband zudem mehrfach aufgefordert sicherzustellen, dass iranische Zuschauer ausschließlich die offizielle Flagge der Islamischen Republik ins Stadion bringen dürfen – und nicht die alte persische Flagge. Auch in diesem Fall würde das Team das Spielfeld verlassen, so der Minister laut Sportportal Varzesh3.Bereits seit Wochen besteht Iran darauf, dass in den Stadien nur die offizielle Staatsflagge zugelassen wird und nicht die besonders von monarchistischen Oppositionsgruppen bevorzugte alte Flagge mit Löwen- und Sonnenemblem. Diese wird auch bei Protestkundgebungen im Ausland verwendet und gilt als Symbol der Ablehnung des islamischen Systems in Iran. Beobachter bezweifeln, dass ein solches Verbot durchsetzbar wäre.Zudem finden zwei der drei Vorrundenspiele Irans in Los Angeles statt. Dort lebt der Großteil der fast zwei Millionen Menschen umfassenden persischen Diaspora in den USA. Die Stadt wird daher auch „Tehrangeles“ oder „Irangeles“ genannt. Für viele von ihnen bietet die WM die ideale Plattform, um ihren Protest gegen die iranische Führung weltweit sichtbar zu machen.In Mexiko-Stadt weisen Angehörige auf Verschwundene hinKurz vor dem Eröffnungsspiel im Aztekenstadion am Donnerstag wächst die Anspannung. Dunkle Wolken und Regenfälle setzen bisweilen Straßen unter Wasser und sorgen für die ein oder andere überschwemmte Stelle im weitläufigen Stadionareal. In den Straßen von Mexiko-Stadt werden die Menschen mit überlebensgroßen WM-Plakaten und Werbebannern eingestimmt. Markant sind auch die vielen Bilder von Verschwundenen und Vermissten, auf die Menschenrechtsorganisationen hinweisen. Auf der Prachtstraße Reforma sind strategisch wichtige Kreisverkehre mit Hunderten dieser Bilder versehen. In großen Lettern ist darauf zu lesen: „Mehr als 133 000 Verschwundene“. Die Angehörigen der Familien wollen die WM nicht boykottieren oder blockieren. Doch sie wollen das Interesse der Weltöffentlichkeit nutzen, um auf das „mangelnde Engagement des Staates“ hinzuweisen, wie eine Protestteilnehmerin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Mexiko-Stadt sagte. Laut lokalen Medienberichten wollen die Angehörigen der Vermissten am Vorabend des Eröffnungsspiels in großer Zahl in Richtung Stadion marschieren. Am Spieltag selbst ist vormittags eine Pro-Palästina-Demonstration geplant, die die ohnehin schwierige Verkehrslage weiter strapazieren könnte.Debatten ums Nationalteam? Nicht mit Rudi VöllerRudi Völler ist ein Mensch, der bei Weltmeisterschaften vieles erlebt hat (ihm wurde von Frank Rijkaard sogar mal in die Haare gespuckt!). Er war Stürmer, Teamchef und jetzt ist er Sportdirektor des DFB. In dieser Rolle hatte er nun seinen ersten Auftritt im Quartier in Winston-Salem – und SZ-Autor Philipp Schneider war im Pressezentrum dabei. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
WM 2026: Kriegsszene auf dem Shirt: Haiti muss Trikotdesign ändern
Die Fifa drängt das kleine Land dazu, kurz vor dem WM-Start das Trikot zu überarbeiten. Donald Trump spart sich den Besuch zum WM-Auftakt der USA.













