Nicht einmal das Ende haben sie unfallfrei hingekriegt: In Paris war man sichtlich überrumpelt, als die Nachricht vom Aus für das gemeinsame Kampfjet-Projekt vorzeitig aus Berlin durchsickerte. Stunden später reagierte der Élysee-Palast und wusste, wer die Schuld am Scheitern hat: „Die deutschen Behörden waren der Ansicht, dass es nicht möglich sei, die betroffenen Unternehmen weiter zu drängen.“ Nach Pariser Einschätzungen hätte man sich einfach nur etwas mehr bemühen müssen, dann hätte man schon noch zusammengefunden. Emmanuel Macron hat bis zuletzt daran festgehalten – verbissen. Der französische Präsident hat praktische Probleme ignoriert, die im Laufe der Jahre immer größer geworden sind. Es ist nun einmal so, dass es unterschiedliche Anforderungen gibt: Frankreich braucht einen Jet, der auf einem Flugzeugträger landen und Atomwaffen transportieren kann, Deutschland zur Absicherung der Nato-Ostflanke einen Typ, der leichter ist und weite Strecken zurücklegen kann.
Aus für den FCAS: Auch hier hat Macron zu viel gewollt und zu wenig erreicht
FCAS kommt nicht, weil Frankreich und Deutschland unterschiedliche Anforderungen stellten und der Präsident einen Quertreiber gewähren ließ












