Es ist nicht ganz einfach, etwas zu beenden, was eigentlich nicht beendet werden sollte. Das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS ist so ein Fall. Es war vor neun Jahren mit großen Hoffnungen gestartet, nun ist das Ende der Kooperation für Europas Verteidigung ein schwerer Rückschlag. Und doch gab es praktisch keine Alternative dazu. Die Situation war längst zu verfahren, um noch einmal einen Ausweg zu finden. Dass der französische Industriepartner Dassault die Führungsrolle bei FCAS stets für sich beanspruchte und sie auch mit allen Mitteln durchzusetzen versuchte, während die deutsche Seite mit Airbus Defence nur stiller Juniorpartner sein sollte, war für Berlin auf Dauer nicht hinnehmbar. Es ging um unterschiedliche Vorstellungen, um die eigenen Technologien, und zu den heillos zerstrittenen Industriepartnern kamen die Regierungen in Berlin und Paris. Sie waren nicht in der Lage, das Projekt zumindest politisch zu retten. Es musste also auf einen jener Momente hinauslaufen, in denen man sich alles Gute wünscht und jeder seinen eigenen Weg geht.
Das Aus für den FCAS: Europa gibt ein erbärmliches Bild der Schwäche ab
Der FCAS sollte zeigen, dass sich nationale Egoismen überwinden lassen. Doch sie sind stärker als jede Vernunft











