Stand: 08.06.2026 • 21:41 Uhr

Die Idee klang vielversprechend: Deutschland und Frankreich bauen gemeinsam einen Kampfjet. Doch nach viel Hin und Her haben Merz und Macron das Prestigeprojekt der Rüstungskooperation gestoppt.

Noch im März hatte Emmanuel Macron am Rande eines EU-Gipfels versucht, wieder eine Portion Optimismus zu verstreuen. Angesprochen auf das Kampfjet-Projekt FCAS sagte der französische Präsident den Reportern, er habe mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) darüber gesprochen: "Wir haben zusammen entschieden, einen Versuch der Wiederannäherung zwischen Airbus und Dassault zu unternehmen in den kommenden Wochen." Es solle "ganz ruhig und respektvoll" ein gemeinsamer Weg gefunden werden. "Das strategische Ziel ist klar und darüber sind alle Beteiligten im Konsens."

Das klang damals schon wie der allerletzte Versuch, das drohende Scheitern des gemeinsamen Kampfflugzeug-Projekts noch irgendwie zu vermeiden. Zuvor war eine Schlichtung ohne Erfolg geblieben. Das Ziel jedes Mal: Die beiden Streithähne aus der Industrie mit politischem Druck wieder zusammenzubringen - die Militärsparte von Airbus auf der deutschen Seite und den Rafale-Bauer Dassault als französischen Kooperationspartner.