Wer normalerweise einen weiten Bogen um die Supermarkt-Fleischtheke macht und stattdessen zu vegetarischen oder veganen Alternativen greift, dürfte es bereits bemerkt haben: In vielen Berliner Filialen ist Tofu zur Mangelware geworden. Wo noch vor einigen Monaten eine breite Auswahl an Seiden- bis Räuchertofu angeboten wurde, herrscht mittlerweile gähnende Leere – oder es findet sich ein Hinweis darauf, dass das gefragte Sojaprodukt derzeit vergriffen ist.

Doch während in den sozialen Medien Tofu-Rezepte weiterhin einen Hype erleben, hat die Knappheit ihre Ursache nicht allein in einer gestiegenen Nachfrage. Im Aushang einer Edeka-Filiale in Wilmersdorf heißt es etwa: „Aufgrund mangelnder Rohware wird es im gesamten Tofusortiment zu temporären Lieferverzögerungen kommen.“ Doch was bedeutet das konkret?

Zwischen Personalmangel und technischen Problemen

Besonders betroffen ist die unter Veganern und Vegetariern beliebte Marke Taifun-Tofu. Hier ist das Problem vor allem technischer Natur. Wie das Freiburger Unternehmen mitteilte, legte ein Maschinenschaden die Produktion bereits Ende 2025 lahm. Zwar sei der Defekt inzwischen behoben worden, doch die Nachfrage könne weiterhin nicht vollständig gedeckt werden, heißt es. Die Marke gehört zu den wichtigsten und größten Herstellern in Deutschland.