UniCredit scheint bei der feindlichen Übernahme der Commerzbank nicht zu stoppen – nun hofft die Commerzbank im scheinbar aussichtslosen Abwehrkampf auf Hilfe der deutschen Finanzaufsicht Bafin. Die Commerzbank hat bei der ​Bafin Bedenken wegen des Standes des Übernahmeangebots der Unicredit für das Frankfurter Institut angemeldet.

Die Commerzbank hat am Mittwochabend einen Antrag auf Untersuchung des Sachverhalts durch die BaFin gestellt. Nach den der Commerzbank vorliegenden Informationen „sind die gemeldeten 7,58 Prozent an angedienten Aktien überwiegend direkt oder indirekt mitDerivate-Gegenparteien der UniCredit verbunden und stammen nicht vonunabhängigen Investoren“, heißt es in dem Schreiben des Frankfurter Instituts. „Da der aktuell implizierte Angebotswert unterhalb des aktuellenBörsenkurses der Commerzbank liegt, folgt eine Angebotsannahme durchAktionäre keiner wirtschaftlichen Logik“, argumentiert die Commerzbank weiter.

Annahme des Angebots „folgt keiner wirtschaftlichen Logik“Die im Rahmen der zurzeit laufenden ‌Offerte an alle Commerzbank-Aktionäre angedienten Aktien könnten „zu einem wesentlichen Teil von Marktteilnehmern stammen, die zugleich Gegenparteien für Derivate mit der UniCredit sind“, schrieb das Institut in einer Mitarbeitermitteilung, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag. „Daher analysieren und beobachten wir diesen Vorgang sehr genau.“