Die italienische Großbank UniCredit hat ihren Anteil an der Commerzbank weiter ausgebaut und vorzeitig die Schwelle von 30 Prozent überschritten. Mit dem Übernahmeangebot für den deutschen Rivalen hat UniCredit schon zwei Wochen vor Ablauf der Annahmefrist 7,58 Prozent der Commerzbank-Aktien eingesammelt, teilte das Institut mit. Die bisher starke Resonanz spiegele den Wert wider, den die Investoren in dem Übernahmeangebot von UniCredit sähen, erklärte das Geldhaus.
Damit hat UniCredit-Chef Andrea Orcel – trotz des Widerstands des Commerzbank-Vorstands – insgesamt 34,35 Prozent der Anteile sicher. Weitere Käufe wären damit möglich, ohne dass ein höheres Pflichtangebot fällig würde. Zuletzt hatte UniCredit einen Anteil von 26,77 Prozent gemeldet. Orcel arbeitet zugleich daran, die Beteiligung weiter auszubauen.Weitere 3,22 Prozent kann UniCredit nach eigenen Angaben in jedem Fall erwerben, indem die Bank Kaufoptionen zieht, die sie von mehreren Investmentbanken erworben hat. Insgesamt könnte sich Orcel unter Umständen sogar Zugriff auf bis zu 50,8 Prozent der Commerzbank-Anteile verschaffen. Ab der 50-Prozent-Schwelle, also einer Mehrheit, verliert die Commerzbank ihre Eigenständigkeit.








