Im Visier: Die italienische UniCredit will die Commerzbank übernehmen
Die italienische Großbank UniCredit hat eine Beteiligung von mehr als 39 Prozent an der Commerzbank sicher. Das Tauschangebot in UniCredit-Aktien sei bis zum Ablauf der Annahmefrist am Dienstag für 12,51 Prozent der Commerzbank-Papiere angenommen worden, teilte das Mailänder Institut am Freitag mit. 26,77 Prozent der Anteile hatte sich die UniCredit schon vorher zusammengekauft, sodass die Italiener nun auf eine Beteiligung von 39,28 Prozent an der Commerzbank kommen.
Die Annahmequote war unerwartet hoch, schließlich war das Tauschangebot bis zum vorletzten Tag der Frist für die Commerzbank-Aktionäre finanziell unattraktiv. Weitere 3,22 Prozent der Anteile an dem Frankfurter Institut kann sich die UniCredit durch die Umwandlung von Derivaten in Aktien sichern.
Zudem verfügt die UniCredit früheren Angaben zufolge über einen Bestand an Derivaten in Höhe von 13,19 Prozent der Commerzbank-Anteile, für die ein Barausgleich vorgesehen ist (Total Return Swaps). Auch über diese Vereinbarung können die Italiener theoretisch in den Besitz weiterer Commerzbank-Aktien gelangen.
Von Samstag an bis zum 3. Juli läuft eine weitere Annahmefrist für das Angebot von UniCredit. Inzwischen entspricht dieses einem Gegenwert von 38,87 Euro, die Commerzbank-Aktie notierte am Freitagnachmittag mit 38,58 Euro leicht darunter.













