PfadnavigationHomePolitikDeutschlandFDP„Wolfgang weiß, dass es 60:40 steht“ – Strack-Zimmermann droht mit BeobachtungStand: 09:57 UhrWolfgang Kubicki ist neuer Bundesvorsitzender der FDP. Der 74-Jährige setzte sich beim Parteitag in Berlin in einer Kampfabstimmung am Samstag gegen die Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Diese hatte überraschend gegen ihn kandidiert.Bei der FDP sind die Spannungen nach der Wahl des neuen Parteichefs nicht verschwunden. Marie-Agnes Strack-Zimmermann macht deutlich, dass Wolfgang Kubicki nun Rücksicht auf unterschiedliche Strömungen in der Partei nehmen muss.Nach ihrer Niederlage in einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz hat die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den neuen Liberalen-Chef Wolfgang Kubicki vor politischen Alleingängen gewarnt. „Wolfgang weiß jetzt, dass es 60 zu 40 steht“, sagte Strack-Zimmermann „Bild“ mit Blick auf das Abstimmungsergebnis bei der Wahl. „Er muss jetzt verbinden.“ Sie fügte hinzu: „Wir werden ganz genau schauen, wohin die Partei geht.“Der bisherige Parteivize Kubicki hatte sich am Samstag in Berlin mit knapp 60 Prozent der Delegierten-Stimmen gegen die Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann durchgesetzt. Diese hatte ihre Kandidatur erst am selben Tag erklärt und kam dann auf gut 39 Prozent. Strack-Zimmermann betonte in der „Bild“ zu ihrem Vorgehen, die FDP habe das Recht gehabt, zwischen zwei Kandidaten zu wählen.Lesen Sie auchMit Blick auf ihr Verhältnis zu Kubicki sagte sie, dass sie „prinzipiell gut“ mit ihm zusammenarbeite. Beide seien aber „keine Umarmer“, womit die FDP-Politikerin laut „Bild“ die zurückhaltende Gratulation zum Wahlsieg erklärte.Die FDP schließt heute ihren Parteitag ab. Im Mittelpunkt stehen inhaltliche Beratungen über einen Leitantrag mit Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft.AFP/krö