Kolumbien wählt am Sonntag einen neuen Präsidenten. Der progressive Iván Cepeda liegt in Umfragen vorn. Auch in den Nachbarländern dürfen Linke hoffen.

Kolumbien: Drei Wege, ein Land

Am 31. Mai wählen 41 Millionen Kolumbianer*innen, wer künftig ihr Land regieren wird. Drei der 13 Kan­di­da­t*in­nen haben die größten Chancen. In den zuletzt veröffentlichten Umfragen liegt weiter Iván Cepeda vorn, der linke Senator der Regierungskoalition Pacto Histórico. Jedoch mit unterschiedlichem Abstand zu seinen Konkurrent*innen. Und dieser Abstand schmolz zuletzt.

Auf Cepeda folgen in allen Umfragen mittlerweile der ultrarechte Outsider-Kandidat Abelardo de la Espriella (Defensores de la Patria) und die extremrechte Paloma Valencia (Centro Democrático). Der Abstand zwischen ihnen variiert je nach Umfrage aber beachtlich.

Der 63-jährige Cepeda will die Politik des Pacto Histórico und des Präsidenten Gustavo Petro fortführen. Petro gewann 2022 als erster Linker die Präsidentschaftswahlen und versuchte sich an einer Politik des „totalen Friedens“. Im kriegsgeprägten Kolumbien begann seine Regierung, dafür mit allen verbliebenen bewaffneten Gruppen gleichzeitig Gespräche zu führen. Doch die nutzten das Chaos dieses Prozesses aus, um in der Fläche und personell zu wachsen.