Stand: 30.05.2026 • 20:54 Uhr
Das "alte Schlachtross" Wolfgang Kubicki soll die FDP in die Zukunft führen. Beim Parteitag wählten ihn aber weniger als 60 Prozent. Ein Grund: die überraschende Kandidatur einer alten Kontrahentin. Jetzt braucht Kubicki schnelle Erfolge.
Parteitage können zäh sein, weil erwartbar - wenn eh klar ist, wer neuer Parteichef wird. Und im Falle der FDP war das klar: Wolfgang Kubicki wird es. Bis am frühen Nachmittag überraschend doch eine Gegenkandidatin auf den Plan tritt: Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie 68 Jahre alt, Kubicki 74 - beide sind Urgesteine der FDP, "alte Schlachtrösser", wie Kubicki sagt.
Plötzlich also gibt es doch noch Wettbewerb in der Partei, die wie keine zweite für Wettbewerb steht. Plötzlich ist der Saal im Berliner Estrel Hotel brechend voll, Gespräche werden eingestellt. Alle Augen sind auf die Bühne gerichtet. Alle hören zu, als Strack-Zimmermann ihre Kandidatur begründet:
Wer schweigt, wenn aus eigener Sicht die Weichen falsch gestellt werden, hat nicht den Mut zur Freiheit gewählt. Er hat die Bequemlichkeit der Stimme gewählt, und die können wir uns in dieser Partei am wenigsten leisten.











