Wolfgang Kubicki ist neuer FDP-Vorsitzender. Der 74-Jährige setzte sich auf dem Bundesparteitag der Liberalen in Berlin mit knapp 60 Prozent gegen die überraschend angetretene Gegenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Ausgerechnet ein FDP-Urgestein soll die Partei nun nach ihrem Absturz aus dem Bundestag zurück in die politische Relevanz führen. Dabei offenbarte der Parteitag bislang vor allem eines: eine Partei, die ihre Krise lieber verwaltet als verarbeitet.
Bundesparteitag der FDP 2026: Bekanntgabe der Wahlergebnisse - Kubicki gewinnt mit rund 60 Prozent. Tosender Applaus im Estrel-Hotel in Berlin-Neukölln.
© Jana Hermann/Berliner Zeitung
Ein Parteitag voller Unruhe
Bis zur Rede von Wolfgang Kubicki wirkte die Stimmung auf dem 77. Bundesparteitag der FDP erstaunlich fahrig, obwohl sie um ihr politisches Überleben kämpft. Während vorne gesprochen wurde, liefen im Saal die Gespräche weiter. Fast wie ein Lehrer im Klassenzimmer musste die Sitzungsleitung die Delegierten immer wieder zur Ruhe ermahnen. Viele schienen die Reden ihrer eigenen Parteikollegen nicht zu interessieren. Im Saal machte sich immer wieder Respektlosigkeit breit.










