Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat auf dem FDP-Bundesparteitag mit einer kämpferischen Rede um den Bundesvorsitz geworben und dabei unfreiwillig für den wohl bemerkenswertesten Moment des Tages gesorgt. „Dass diese SP … Dass diese FDP“, sagte sie in ihrer Rede, ehe Gelächter im Saal ausbrach. „Nein, ihr habt richtig gehört“, setzte sie nach. Sie wünsche sich, „dass diese SPD keinen Erfolg hat, und dass diese FDP wieder die spannendste Partei wird“.
Der Versprecher wirkte auch deshalb bemerkenswert, weil Strack-Zimmermann innerhalb der Partei seit Jahren als Vertreterin eines deutlich interventionistischeren und staatsfreundlicheren Kurses gilt – etwas, das Kritiker in der FDP immer wieder als Abkehr vom klassischen Liberalismus beschreiben. Zudem verpasste die FDP 2025 den Einzug in den Bundestag und steht in aktuellen Wahlumfragen bei etwa 3,5 Prozent.
Buh-Rufe sind unüberhörbar
Die Europaabgeordnete erhielt zwar deutlich mehr Applaus als viele Redner zuvor, wurde zu Beginn ihrer Rede aber auch von Buh-Rufen empfangen. Sitzungsleiter Hans-Joachim Döring griff ein: „Frau Strack-Zimmermann ist satzungsgemäß vorgeschlagen, hier wird nicht gebuht“, sagte er unter Applaus.
Strack-Zimmermann präsentierte sich als Gegenentwurf zu ihrem Parteikollegen Wolfgang Kubicki, der im Vorfeld als einziger Kandidat für den Posten des Bundesvorsitzenden galt: „Meine Stimme wird auch in Zukunft gehört werden,“ rief Straack-Zimmermann auf der Bühne im Berliner-Estrel-Hotel.










